Fik­ti­ve Hel­den für Jun­gen & Män­ner und der moder­ne Femi­nis­mus

Der Femi­nis­mus hat im Lauf der letz­ten Jahr­zehn­te eini­ge sehr posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen bei der Dar­stel­lung von Frau­en in Geschich­ten her­vor­ge­bracht. Aller­dings blie­ben die Män­ner dabei auf der Stre­cke: Wir haben noch immer stoi­sche Tes­to­ste­ron-Gey­si­re als Hel­den und Vor­bil­der für Jun­gen und Män­ner. Da die­se Macho-Vor­bil­der erheb­li­chen Scha­den anrich­ten, suchen wir in die­sem Video nach alter­na­ti­ven fik­ti­ven Hel­den.

„Traum­no­vel­le“ von Arthur Schnitz­ler

Es wird in Lie­bes­ge­schich­ten nur sel­ten beleuch­tet, aber eine Bezie­hung zu füh­ren ist schwer. Bezie­hungs­kon­flik­te gehö­ren selbst­ver­ständ­lich dazu und oft genug spielt das Unter­be­wusst­sein mit sei­nen gehei­men, unter­drück­ten Wün­schen eine wesent­li­che Rol­le. In sei­ner „Traum­no­vel­le“ ana­ly­siert Arthur Schnitz­ler eine sol­che Ehe­kri­se und wir schau­en uns an, wie er die Erzähl­per­spek­ti­ve nutzt, um den Kon­flikt von unter­schied­li­chen Sei­ten zu beleuch­ten.

Inter­es­san­te Cha­rak­te­re (Figu­ren) erschaf­fen

Inter­es­san­te Cha­rak­te­re (Figu­ren) sind das Herz­stück einer jeden guten Geschich­te. Die Leser schlie­ßen sie ins Herz und fie­bern mit ihnen mit. Beson­ders inter­es­sant sind dabei Cha­rak­te­re, die kom­plex sind. Die die Illu­si­on erwe­cken, rea­le Men­schen zu sein. Wie erschafft man also span­nen­de, fes­seln­de Figu­ren?

Hand­lung auf­bau­en: Sto­ry vs. Plot

Wer eine Geschich­te schreibt und eine inter­es­san­te Hand­lung auf­bau­en möch­te, muss sich bewusst machen: Sto­ry und Plot sind zwei ver­schie­de­ne Paar Schu­he! Die Abgren­zung der bei­den ermög­licht unter ande­rem span­nen­de Spie­le­rei­en wie ana­chro­nis­ti­sches und unzu­ver­läs­si­ges Erzäh­len. In die­sem Arti­kel lernst Du die­sen wich­ti­gen Unter­schied ken­nen.

Kli­max, Anti­kli­max, Asyn­de­ton, Poly­syn­de­ton

Sei­nen Schreib­stil ver­bes­sert man unter ande­rem durch rhe­to­ri­sche Stil­mit­tel. In die­sem Arti­kel geht es um stil­vol­les Auf­zäh­len mit­tels Kli­max, Anti­kli­max, Asyn­de­ton, Mono­syn­de­ton und Poly­syn­de­ton. – Und Bei­spie­le dür­fen bei einer ver­ständ­li­chen Erklä­rung natür­lich auch nicht feh­len.

Geschich­ten bes­ser erzäh­len: Den rich­ti­gen Erzäh­ler fin­den mit der Erzähl­theo­rie von Genet­te

Ohne Erzäh­ler gibt es kei­ne Erzäh­lung. Und ein unpas­sen­der Erzäh­ler kann selbst die bes­te Geschich­te zer­stö­ren. Wenn man ein eige­nes Buch schreibt, muss man sich also genau über­le­gen, wel­chen Erzäh­ler man wählt. In die­sem Arti­kel erklä­re ich, wie ich die Erzähl­theo­rie von Genet­te (Modus und Stim­me) für mich selbst abwand­le: Aus einem rei­nen Ana­ly­se­werk­zeug ent­ste­hen vier Fra­gen, die mir hel­fen, den rich­ti­gen Erzäh­ler für mei­ne Geschich­ten zu fin­den.

Geschich­ten bes­ser erzäh­len: Den rich­ti­gen Erzäh­ler fin­den mit dem Typen­kreis von Stan­zel

Ein unpas­sen­der Erzäh­ler kann selbst die bes­te Geschich­te zer­stö­ren. Wer ein eige­nes Buch schreibt, muss den Erzäh­ler also sorg­fäl­tig aus­wäh­len. Ich selbst fin­de dabei erzähl­wis­sen­schaft­li­che Model­le sehr hilf­reich. Und in die­sem Arti­kel erklä­re ich, wie ich den Typen­kreis von Stan­zel, das bekann­tes­te Modell, für mich selbst abwand­le: Aus einem rei­nen Ana­ly­se­werk­zeug ent­ste­hen drei Fra­gen, die mir hel­fen, den rich­ti­gen Erzäh­ler für mei­ne Geschich­ten zu fin­den.

Wei­te­re Stil­mit­tel der Wie­der­ho­lung

Heu­te wid­men wir uns ein letz­tes Mal den rhe­to­ri­schen Stil­mit­teln der Wie­der­ho­lung. Nament­lich geht es um die Alli­te­ra­ti­on, das Polyp­to­ton, die Figu­ra ety­mo­lo­gi­ca, die Dia­pho­ra, die Paro­no­ma­sie, den paro­no­masti­schen Inten­si­täts­ge­ni­tiv, den Par­al­le­lis­mus, den Chi­as­mus, die Epano­dos, die Tau­to­lo­gie und den Pleo­nas­mus. Jede die­ser Stil­fi­gu­ren wird unter Ein­be­zie­hung von Bei­spie­len ver­ständ­lich erklärt.

„Fif­ty Shades of Grey“ von E. L. James

Es ist der Traum eines jeden Autors: Einen Roman schrei­ben und sofort einen Best­sel­ler lan­den. E. L. James ist es mit ihrer Fif­ty Shades-Tri­lo­gie durch­aus gelun­gen. Die Bücher sind aus künst­le­ri­scher Sicht frei­lich alles ande­re als zufrie­den­stel­lend. Aber ihr Erfolg bedeu­tet, dass man von Fif­ty Shades of Grey auch etwas ler­nen kann. Zum Bei­spiel, mit wel­cher Erzähl­per­spek­ti­ve man höchst inten­siv Gefüh­le rüber­brin­gen kann …

Was ist Fik­ti­on? (Fik­ti­vi­tät und Fik­tio­na­li­tät vs. Fak­tua­li­tät)

Wer einen Roman schreibt, erschafft eine fik­ti­ve Welt. Aber was ist eigent­lich Fik­ti­on? Wo ver­läuft die Gren­ze zum Fakt? Denn beim Schrei­ben von Geschich­ten bin­det man ja oft rea­le Din­ge in die Erzäh­lung mit ein. Was unter­schei­det also eine fik­tio­na­le Erzäh­lung von einer fak­tua­len? Und was ist der Unter­schied zwi­schen „fik­tiv“ und „fik­tio­nal“?