Fokalisierung: Erklärung mit Beispielen

Die Wahl der richtigen Fokalisierung ist einer der Kernpunkte einer gelungenen Erzählung. Dieser Begriff stammt aus der Erzähltheorie von Gérard Genette und gehört zum Grundwissen der Literaturwissenschaft. Doch natürlich ist ein gutes Verständnis der Fokalisierung auch für Autoren nützlich. Deswegen erläutere ich sie in diesem Artikel unter Einbeziehung von Beispielen.

Rede in Geschichten: Erzählerrede und Figurenrede

Jede Geschichte besteht aus Erzählerrede und in der Regel auch Figurenrede. Und während die Erzählerrede – bzw. der Erzählerbericht – einfach die Rede des Erzählers ist (Handlungswiedergabe, Beschreibungen, Kommentare etc.), kommt die Figurenrede in vielen verschiedenen Formen vor: direkte Rede, indirekte Rede, erlebte Rede, innerer Monolog, Bewusstseinsstrom. Natürlich stellen die meisten davon eine Figuralisierung der Erzählerrede dar – und genau hierin liegt ihre Bedeutung: Der Grad der Figuralisierung beeinflusst maßgeblich die Nähe des Lesers zu den Figuren …

Neutraler Erzähler und unzuverlässiger Erzähler

Wenn man über Erzählertypen redet, taucht unter anderem der Begriff „neutraler Erzähler“ auf. Dabei gilt die Vorstellung von einem neutralen Erzähler in der heutigen Literaturwissenschaft aus gutem Grund als Unsinn. Denn eigentlich ist jeder Erzähler potentiell unzuverlässig. – Warum? Das erfährst Du in diesem Artikel: Denn hier geht es um die Irrtümer hinter dem neutralen Erzähler und die Logik hinter dem unzuverlässigen Erzähler.

Handlung aufbauen: Story vs. Plot

Wer eine Geschichte schreibt und eine interessante Handlung aufbauen möchte, muss sich bewusst machen: Story und Plot sind zwei verschiedene Paar Schuhe! Die Abgrenzung der beiden ermöglicht unter anderem spannende Spielereien wie anachronistisches und unzuverlässiges Erzählen. In diesem Artikel lernst Du diesen wichtigen Unterschied kennen.

Was ist Fiktion? (Fiktivität und Fiktionalität vs. Faktualität)

Wer einen Roman schreibt, erschafft eine fiktive Welt. Aber was ist eigentlich Fiktion? Wo verläuft die Grenze zum Fakt? Denn beim Schreiben von Geschichten bindet man ja oft reale Dinge in die Erzählung mit ein. Was unterscheidet also eine fiktionale Erzählung von einer faktualen? Und was ist der Unterschied zwischen „fiktiv“ und „fiktional“?

Spannend erzählen mit hoher Ereignishaftigkeit

Wir alle lieben spannende Erzählungen und oft versuchen wir auch selbst, spannend zu schreiben. Wolf Schmids erzähltheoretisches Konzept der Ereignishaftigkeit kann dabei sehr hilfreich sein. Es erklärt nicht nur, warum so manche Actionszene eher langweilig und ein so manches Gespräch unheimlich spannend ist. Man kann es auch verwenden, um seine eigene Geschichte spannend zu schreiben.

Erzähltempo: Erzählzeit und erzählte Zeit

Egal, ob man ein Buch liest oder schreibt, das Erzähltempo spielt immer eine Rolle. Durch unterschiedliche Verhältnisse von Erzählzeit und erzählter Zeit kann der Autor vor allem mit Zeitraffung, Zeitdeckung und Zeitdehnung spielen. In diesem Artikel erfährst Du, was es mit diesen Zeitspielereien auf sich hat.

Ich-Erzähler: erzählendes und erzähltes Ich

Ein Ich-Erzähler ist nicht gleich Ich-Erzähler. Am wichtigsten ist dabei die Unterscheidung zwischen dem erzählenden Ich und dem erzählten Ich. In diesem Artikel geht es in die Untiefen der erzählerischen Mittel und um den Unterschied zwischen den beiden „Ichs“.

Das erzähltheoretische Modell von Gérard Genette

Genettes erzähltheoretisches Modell ist eine Alternative zu Stanzels Typenkreis, die sich besonders im akademischen Bereich durchgesetzt hat. Es zeichnet sich vor allem durch eine Trennung von Modus (Fokalisierung) und Stimme (Zeit, Ebene, homo-/heterodiegetisch) aus und ermöglicht somit eine feinere Analyse des Erzählers. Dieser Artikel ist eine kurze Zusammenfassung.

Das typologische Modell der Erzählsituationen von Franz Karl Stanzel

Stanzels Typenkreis ist ein klassisches Modell der Erzähltheorie. Der Ich-Erzähler, der auktoriale Erzähler und der personale Erzähler gehen fließend ineinander über und bilden unzählige mögliche Zwischenformen. In diesem Artikel wird dieses einfache und für Leser und Autoren gleichermaßen nützliche Modell kurz zusammengefasst.