Autorenwebsite: Website erstellen fürs Buch-Marketing

Autorenwebsite: Website erstellen fürs Buch-Marketing

Mar­ke­ting ist das A und O, wenn man als Autor erfolg­reich sein will. Und das Inter­net spielt dabei eine gro­ße Rol­le. Um Dich also online sicht­bar zu machen, brauchst Du eine Web­site. Aber wie genau kann so eine Web­site für Autoren aus­se­hen und was soll­test Du beim Erstel­len beach­ten? Als Web­de­si­gne­rin fas­se ich hier das Wich­tigs­te zusammen …

In einem frü­he­ren Arti­kel haben wir bereits über das Buch-Mar­ke­ting gespro­chen. Und vor allem im 21. Jahr­hun­dert kommt man ohne die Online-Kom­po­nen­te des Mar­ke­tings ein­fach nicht aus. Die „Home­ba­se“ aller Online-Mar­ke­ting-Aktio­nen ist dabei in der Regel eine Web­site. Doch wie macht man sie, was packt man drauf und wie viel kos­tet das Ganze?

Wenn Dich die­se Fra­gen inter­es­sie­ren, dann bist Du bei mir genau rich­tig: Denn ursprüng­lich, im Jah­re des Herrn 2017, woll­te ich mich pri­mär als Web­de­si­gne­rin selbst­stän­dig machen. Durch mei­nen You­Tube-Kanal bin ich letzt­end­lich zwar mehr in Rich­tung Lek­to­rie­ren gegan­gen, aber Web­de­sign bie­te ich immer noch an. Zumal ich ja auch noch eine Wei­ter­bil­dung als Online-Mar­ke­ting-Mana­ge­rin in der Tasche habe.

Wie Du Dir also den­ken kannst, habe ich zu dem The­ma sehr viel zu sagen. Es wird aller­dings nicht alles in einen ein­zi­gen Arti­kel pas­sen, daher wer­den wir uns mit einer nur sehr gro­ben Ein­füh­rung ins Web­de­sign begnü­gen müssen:

Hier also das Nötigs­te, was Du als Autor über Web­de­sign zu wis­sen brauchst!

Sinn einer Autorenwebsite

Ohne eine Web­site kommt man beim Mar­ke­ting heut­zu­ta­ge ein­fach nicht aus. Wie gesagt,

sie ist die „Home­ba­se“ sämt­li­cher Online-Mar­ke­ting-Aktio­nen,

und das bedeutet:

  • Sie ist in ers­ter Linie eine Art digi­ta­le Visi­ten­kar­te. Hier lagerst Du alle wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen über Dich und Dei­ne Wer­ke, pflegst Dei­ne Auto­ren­mar­ke und bie­test die Mög­lich­keit, mit Dir in Kon­takt zu treten.
  • Im Grun­de sicherst Du Dir also Dei­nen Platz im World Wide Web und signa­li­sierst, dass Du über­haupt exis­tierst. Durch Dei­ne Maß­nah­men, Besu­cher auf Dei­ne Web­site zu locken, stei­gerst Du Dei­nen Bekannt­heits­grad und hältst Dei­ne (poten­ti­el­len) Leser auf dem Laufenden.
  • Wenn Du Zeit und Lust hast, kannst Du auf Dei­ner Web­site auch blog­gen, also soge­nann­tes Con­tent-Mar­ke­ting betrei­ben und Dei­ne Kom­pe­ten­zen demonstrieren.
  • Und nicht zuletzt ist es durch die­sen fes­ten Platz im Web, wo Dei­ne Infor­ma­tio­nen gebün­delt zu fin­den sind, leich­ter, Kon­tak­te zu knüp­fen und zu erhal­ten: weil Du eben nicht ein­fach nur ein abs­trak­ter Name bist, der unbe­stimmt durchs Netz geis­tert, son­dern ein sehr kon­kre­tes „Zuhau­se“ hast, das man besu­chen kann.

Nun magst Du Dich aber fra­gen, ob Du Dir nicht ein­fach eine Prä­senz in den sozia­len Medi­en auf­bau­en kannst. Und ja, grund­sätz­lich kannst Du das und sozia­le Medi­en sind auch sonst ein sinn­vol­les Online-Mar­ke­ting-Instru­ment. Den­noch bie­ten sie kei­nen wirk­li­chen Ersatz für eine Web­site, denn:

  • Nor­ma­ler­wei­se ist jede sozia­le Online-Platt­form auf eine ganz bestimm­te Ziel­grup­pe aus­ge­rich­tet und nicht jeder poten­ti­el­le Leser nutzt die Platt­form Dei­ner Wahl. Wenn Du Dei­ne „Home­ba­se“ also auf Face­book, Insta­gram, Twit­ter etc. auf­baust, dann schließt Du mög­li­cher­wei­se gan­ze Ziel­grup­pen aus.
  • Auch hat jede sozia­le Online-Platt­form in der Regel einen bestimm­ten Schwer­punkt und die Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten Dei­ner Prä­senz sind somit sehr ein­ge­schränkt. Wenn Insta­gram zum Bei­spiel eine bild­las­ti­ge Platt­form ist, dann ist es eine bild­las­ti­ge Platt­form und Du kommst da ein­fach nicht drum herum.
  • Hin­zu kommt noch, dass Du Dich von der Platt­form Dei­ner Wahl abhän­gig machst. Wenn es mal wie­der irgend­ei­nen Daten­skan­dal gibt, wenn die Platt­form ein­fach ihre Popu­la­ri­tät ver­liert oder den Betrei­bern Dei­ne Nase nicht mehr passt und sie Dei­nen Account sper­ren, stehst Du ratz­fatz ohne Online-Prä­senz da.
  • Wich­tig ist außer­dem, dass eine blo­ße Social-Media-Exis­tenz nicht sehr seri­ös wirkt. Ein Autor, der eine geschei­te Inter­net-Adres­se vor­zu­wei­sen hat, ver­mit­telt ein­fach einen bes­se­ren Ein­druck als jemand, der mit irgend­ei­nem URL-Kau­der­welsch von einer Face­book-Fan­page ankommt. Vor allem aber zeigt eine gepfleg­te, pro­fes­sio­nell wir­ken­de Web­site, dass der Autor das Schrei­ben sehr ernst nimmt, selbst wenn er viel­leicht noch nichts ver­öf­fent­licht hat.

Eine Web­site ist heut­zu­ta­ge also unbe­dingt zu emp­feh­len, wenn Du irgend­et­was – zum Bei­spiel Dich selbst als Autor und Dei­ne Wer­ke – ver­mark­ten möch­test. Nur in einem ein­zi­gen Fall wür­de ich davon abra­ten: wenn Du wirk­lich, wirk­lich, wirk­lich kei­ne Mög­lich­keit hast, eine pro­fes­sio­nell wir­ken­de Web­site aufzubauen.

Denn gar kei­ne Web­site ist immer noch bes­ser als eine schlech­te Website.

Men­schen schlie­ßen nun mal meis­tens von der „Ver­pa­ckung“ auf die Sache selbst. Und wenn eine Web­site unse­ri­ös wirkt, dann lässt das auch den Autor und sei­ne Wer­ke in einem schlech­ten Licht erscheinen.

Lass Dich durch die­se bit­te­re Wahr­heit aber nicht ent­mu­ti­gen. Denn die­ser Arti­kel ist ja genau dazu da, um Dich vor einem sol­chen Fias­ko zu bewahren.

Gehen wir die ein­zel­nen Punk­te, die eine gute Web­site aus­ma­chen, also nach­ein­an­der durch …

Inhalt und Struktur

Die Inhal­te einer Web­site erge­ben sich im Grun­de von allein aus ihrem Zweck. Es geht also in ers­ter Linie darum,

die ver­folg­ten Absich­ten in eine sinn­vol­le Struk­tur zu bringen.

Kon­kret bedeu­tet das:

  • Du brauchst eine Autoren­vi­ta. Zu Deutsch: eine „Über mich“-Seite, auf der Du Dich inter­es­sant und prä­gnant vor­stellst. Es erklärt sich von selbst, dass Du dabei nicht Dei­nen Rosen­gar­ten, son­dern das Schrei­ben in den Fokus rückst – es sei denn, Dei­ne Wer­ke han­deln über­wie­gend von Rosen­gär­ten. Klä­re also für Dich selbst, was Dein USP, Dein Allein­stel­lungs­merk­mal, ist und wel­ches Image Du ver­mit­teln möch­test. Was Dich als Autor aus­macht. Und dann erklä­re es den Besu­chern Dei­ner Web­site. Wür­zen kannst Du das Gan­ze noch mit ein paar per­sön­li­chen Details: Sie machen Dich mensch­lich und sym­pa­thisch. Nur über­treib es nicht, denn was Dei­ne Besu­cher pri­mär inter­es­siert, ist immer noch das Schreiben. 
    • Den­ke in die­sem Zusam­men­hang auch an ein pro­fes­sio­nel­les Autoren­fo­to, das zu dem von Dir ange­streb­ten Image passt. Dei­ne Besu­cher möch­ten durch­aus ger­ne wis­sen, wen sie sich vor­stel­len sol­len, wenn sie Dei­nen Namen lesen. Sei also nicht schüch­tern, buche ein pro­fes­sio­nel­les Foto­shoo­ting und zei­ge Dein Gesicht! Ein pro­fes­sio­nel­ler Foto­graf wird schon wis­sen, wie er es am bes­ten zur Gel­tung bringt.
  • Das Zweit­wich­tigs­te sind natür­lich Dei­ne Wer­ke. Lie­fe­re also Grund­in­for­ma­tio­nen wie Titel, Klap­pen­text, Sei­ten­zahl, Erschei­nungs­jahr, Gen­re etc. und ggf. auch Lese­pro­ben und sons­ti­ges Mate­ri­al. Wenn Du kür­ze­re Wer­ke hast, die in Antho­lo­gien, Maga­zi­nen oder was auch immer erschie­nen sind, kannst bzw. soll­test Du auch sie auf­füh­ren. Ver­giss dabei nicht, flei­ßig Links zu den ent­spre­chen­den Ver­lags­sei­ten und/​oder Online­shops zu set­zen, damit Dei­ne Besu­cher Tex­te, die sie neu­gie­rig gemacht haben, schnell und unkom­pli­ziert erwer­ben kön­nen. Ver­lin­ke dabei auch Buch­co­ver, denn Gra­fi­ken zie­hen viel Auf­merk­sam­keit und somit auch Klicks auf sich. 
    • Wenn Du tech­nisch etwas gewief­ter bist und vor allem die Self-Publi­shing-Rou­te gehst, wäre viel­leicht auch ein eige­ner Online-Shop mit Dei­nen Büchern und/​oder Merch (wie zum Bei­spiel Lese­zei­chen) eine Idee. Beden­ke aber, dass ein Online-Shop nicht nur tech­nisch eine eige­ne Her­aus­for­de­rung ist, son­dern auch recht­lich und orga­ni­sa­to­risch. Du soll­test also genau wis­sen, was Du tust. Und wenn Du es nicht weißt oder der Auf­wand Dir zu groß ist, dann bist Du mit den bereits erwähn­ten bana­len Links schon her­vor­ra­gend bedient.
  • Wenn es zu Dei­nen Wer­ken bereits Rezen­sio­nen von begeis­ter­ten Lesern gibt, dann könn­test Du die Rezen­sen­ten fra­gen, ob Du die Tex­te auf Dei­ner Web­site ver­öf­fent­li­chen oder wenigs­tens zitie­ren kannst. Und wenn Du sogar schon irgend­wel­che Prei­se abge­staubt hast, dann lis­te sie ger­ne auf. Beweih­räu­che­rung von ande­ren lässt Dei­ne Wer­ke beson­ders gut dastehen.
  • Wenn Du bereits etwas ver­öf­fent­licht und einen gewis­sen Bekannt­heits­grad hast, wäre viel­leicht auch ein Pres­se­be­reich eine Über­le­gung wert. Hier stellst Du über­sicht­lich alle Infor­ma­tio­nen zusam­men, die ein Jour­na­list, der über Dich schrei­ben will, gebrau­chen könn­te: eine Kurz­vi­ta, Fotos, Logos, Kon­takt­da­ten … aber auch Medi­en, in denen Du schon auf­ge­taucht bist.
  • Wenn Du Zeit hast, regel­mä­ßig Updates zu lie­fern, kannst Du auch eine Unter­sei­te für Aktu­el­les bzw. Neu­ig­kei­ten ein­rich­ten. Ob Du nun klei­ne Tex­te schreibst über das, was Du aktu­ell so treibst, Fort­schritts­bal­ken für Dei­ne Roman­ma­nu­skrip­te aktua­li­sierst oder Fotos von Dei­nem letz­ten Besuch einer Buch­mes­se ein­stellst – die­ser Bereich gehört gepflegt. Rich­te ihn also nur ein, wenn Du ihn auch tat­säch­lich pfle­gen wirst, sonst wirkt Dei­ne Web­site schnell vernachlässigt.
  • Wenn Du freund­lich und sozi­al wir­ken möch­test, kannst Du auch die Wer­ke ande­rer pro­mo­ten, zum Bei­spiel von Freun­den oder ein­fach Autoren, die Dei­ner Mei­nung nach nicht genug Aner­ken­nung bekom­men. Abge­se­hen davon, dass Du so zeigst, dass Dei­ne Welt sich nicht nur um Dich selbst dreht, wol­len Autoren, die Du so unter­stützt, die net­te Ges­te viel­leicht erwidern.
  • Sicher­lich denkst Du auch über direk­te­ren Kon­takt zu Dei­nen Besu­chern und poten­ti­el­len Lesern nach. Abge­se­hen von Kom­men­ta­ren unter Blog­ar­ti­keln (falls Du einen Blog machst), lieb­äu­gelst Du da viel­leicht mit einem News­let­ter. Hier soll­test Du Dir aller­dings genau über­le­gen, wel­che Art von News­let­ter Du ver­schi­cken möch­test, und es auch direkt kom­mu­ni­zie­ren. Denn nie­mand abon­niert einen News­let­ter, der ihm kei­nen erkenn­ba­ren Nut­zen bringt. Unse­re Post­fä­cher sind auch so schon über­füllt mit nutz­lo­sen E‑Mails.
  • Und last but not least – die Kon­takt­sei­te. Die darf natür­lich nicht feh­len, wenn Du Kon­tak­te auf­bau­en willst. Zäh­le dort auf, wie man Dich am bes­ten errei­chen kann. Und für ganz fau­le Besu­cher kannst Du sogar ein Kon­takt­for­mu­lar ein­rich­ten, über das sie Dir direkt von der Web­site aus schrei­ben können.

So viel zum All­ge­mei­nen. Längst nicht alles davon ist Pflicht – abge­se­hen von Dei­ner Vita, Dei­nen Wer­ken und der Kon­takt­sei­te ist das alles nur Schnick­schnack, ein­fach nur eine Ansamm­lung von Ideen. Und Du kannst auch noch alles hin­zu­fü­gen, was Dir sonst ein­fällt: Denn viel­leicht hast Du ja Illus­tra­tio­nen zu Dei­nen Büchern, Buch­trai­ler, Audio- oder Video­auf­nah­men von Lesun­gen oder was auch immer.

Bloggen für Autoren

Nun habe ich aber schon kurz das The­ma Blog ange­spro­chen und gene­rell ist das Blog­gen eine Wis­sen­schaft für sich. Gehen wir aber trotz­dem noch dar­auf ein …

Aus Mar­ke­ting­sicht bedeu­tet ein gut gemach­ter Blog vor allem eine Men­ge von hoch­qua­li­ta­ti­vem Con­tent, der durch gutes Ran­king in den Such­ma­schi­nen vie­le Besu­cher anzieht, die Kom­pe­tenz des Blog­gers demons­triert und einen guten Grund lie­fert, die Web­site regel­mä­ßig zu besu­chen. Auch kann ein News­let­ter an den Blog gekop­pelt wer­den: Benach­rich­ti­gun­gen über neue inter­es­san­te Arti­kel abon­niert man gerne.

Der Haken dabei ist aber:

Ein Blog frisst sehr viel Zeit und erfor­dert ein eige­nes Set an Kom­pe­ten­zen.

Ein Blog­ger, der alle drei Schalt­jah­re über „dies und das“ schreibt, dabei sper­ri­ge Band­wurm­sät­ze und Text­wän­de ohne Zwi­schen­über­schrif­ten und auf­lo­ckern­des Zusatz­ma­te­ri­al pro­du­ziert und das alles schön „aus dem Bauch her­aus“ und spon­tan, ent­puppt sich schnell als Dilet­tant. Denn die meis­ten Blogs, die auch nur ansatz­wei­se Erfolg haben, zeich­nen sich durch eine zumin­dest semi-pro­fes­sio­nel­le Struk­tur und Orga­ni­sa­ti­on aus. Das heißt:

Der Blog hat klar defi­nier­te the­ma­ti­sche Schwer­punk­te, die als Kate­go­rien und Unter­ka­te­go­rien einen kon­kre­ten Aus­druck in der Struk­tur der Web­site fin­den. Hin­zu kom­men ein mehr oder weni­ger fes­ter Updaterhyth­mus und eine vor­aus­schau­en­de Pla­nung des Con­tents und sei­ner Ver­brei­tung, zum Bei­spiel durch Hash­tags in den sozia­len Medien.

Wenn Du also blog­gen willst, musst Du Dir vor­her genau über­le­gen, wor­auf Du Dich spe­zia­li­sie­ren willst und was Dein Allein­stel­lungs­merk­mal sein soll. Hier zum Bei­spiel ein paar Ideen, die für Autoren infra­ge kämen:

  • Aus Erfah­rung kann ich sagen, dass Schreib­tipps sich gut für Such­ma­schi­nen eig­nen. Aller­dings soll­test Du beden­ken, dass nur ein Bruch­teil Dei­ner poten­ti­el­len Leser auch selbst schreibt und dass nicht jeder, der Dei­ne Tipps gut fin­det, zur Ziel­grup­pe Dei­ner Bücher gehört. Ich zum Bei­spiel mache immer wie­der die Erfah­rung, dass Autoren, die ich als Schreib­tipp­ge­ber sehr schät­ze, oft Bücher schrei­ben, die an sich bestimmt ganz gut, aber ein­fach nicht mein Inter­es­sen­be­reich sind.
  • Das Blog­gen über den eige­nen Autore­n­all­tag beant­wor­tet zwar kei­ne Such­an­fra­gen bei Goog­le, aber es gibt vie­le Leser, die es durch­aus inter­es­siert, wie es bei Autoren hin­ter den Kulis­sen so zugeht. Aller­dings kann es schwie­rig sein, Leser für einen sol­chen Blog zu gewin­nen, wenn Du als Autor noch ein klei­ner Nie­mand bist. Wenn Du also nicht bereits eine Fol­lo­wer­schaft hast, die sich für Dein Autoren­le­ben inter­es­siert, soll­test Du Dir über­le­gen, wie Du einen sol­chen Blog von der Mas­se abhe­ben kannst – sei es durch einen beson­de­ren Humor, eine beson­de­re Per­spek­ti­ve oder was auch immer.
  • Mas­sen­taug­li­cher wird ein Blog, wenn es dort um Bran­chen­news geht: um den Buch­markt im All­ge­mei­nen, Beob­ach­tung von Kri­sen und Trends, Neu­erschei­nun­gen, Skan­da­le … Das kom­plet­te Spek­trum wirst Du im Allein­gang natür­lich nicht abde­cken kön­nen, daher ist es am bes­ten, wenn Du Dich auf eine bestimm­te Nische fokus­sierst, zum Bei­spiel das Gen­re, in dem Du schreibst. Doch die­ser Ansatz hat auch einen klei­nen Haken, näm­lich dass Du die Bran­che und beson­ders Dei­ne Nische tat­säch­lich gut ken­nen und aktiv beob­ach­ten solltest.
  • Eine wei­te­re Idee wären Buch­re­zen­sio­nen. Wenn Du viel liest (was Du als Autor ja ohne­hin tun soll­test), dann kannst Du das für Mar­ke­ting­zwe­cke nut­zen, indem Du Dei­nen Senf zu ande­ren Büchern bei­steu­erst. Und auch hier ist es sinn­voll, sich auf eine bestimm­te Nische zu fokus­sie­ren, idea­ler­wei­se die Nische, in die auch Dei­ne eige­nen Bücher gehö­ren. Denn Du willst mit dem Blog ja vor allem Dei­ne eige­ne Ziel­grup­pe anlocken.

Das wären nur ein paar Anre­gun­gen. Lass Dir ger­ne wei­te­re Ideen ein­fal­len, kom­bi­nie­re sie mit mei­nen Punk­ten und erschaf­fe so ein indi­vi­du­el­les Kon­zept. Und sobald Du eins hast, kannst Du end­lich pla­nen

Mach es dabei aber nicht kom­pli­zier­ter als nötig. Eine ein­fa­che Excel-Tabel­le reicht in der Regel völ­lig aus. Dort bün­delst Du dann alle Daten zu Dei­nen Arti­keln bzw. kon­kre­ten Ideen dafür: Titel, Tea­ser, Kate­go­rie, (vor­aus­sicht­li­ches) Publi­ka­ti­ons­da­tum und evtl. der dazu­ge­hö­ri­ge Anlass (zum Bei­spiel Weih­nach­ten, Buch­mes­sen, Geburts- und Todes­ta­ge bestimm­ter Autoren …), Zusatz­ma­te­ri­al (Bil­der, wei­ter­füh­ren­de Links, Audio, Video, PDFs …), pas­sen­de Hash­tags für sozia­le Medi­en und was Dir sonst noch ein­fällt und wich­tig erscheint.

Dabei kann ich Dir nur raten, von ande­ren zu ler­nen: Ver­fol­ge ande­re Blogs, schau Dir ihre Struk­tur an, beob­ach­te, wann sie wel­che Arti­kel her­aus­brin­gen, mit wel­chen Extras sie die­se Arti­kel aus­stat­ten, was ihr Allein­stel­lungs­merk­mal ist und so wei­ter … Man muss eben nicht immer das „Rad“ neu erfin­den, son­dern kann die Erfol­ge und Feh­ler ande­rer für den eige­nen Erkennt­nis­ge­winn nutzen.

Webdesign: Technik, Aufbau und Optik

Eine gute Web­site ist in ers­ter Linie ein Ser­vice: Kein User der Welt kommt wirk­lich zufäl­lig auf Dei­ne Web­site. Viel­leicht hat er von Dir als Autor und/​oder von Dei­nen Wer­ken gehört und möch­te mehr erfah­ren. Viel­leicht hat er etwas gegoo­gelt und ein viel­ver­spre­chen­des Such­ergeb­nis ange­klickt. Oder viel­leicht hat er eine Wer­be­an­zei­ge gese­hen und fand sie interessant.

Die­se und fast alle ande­ren mög­li­chen Sze­na­ri­en haben eines gemein­sam: Der User will etwas Bestimm­tes. Meis­tens möch­te er etwas erfah­ren. Und er will es jetzt und sofort, weil er vom schnell­le­bi­gen, reiz­über­flu­te­ten Netz so kon­di­tio­niert wurde.

Ein gutes Web­de­sign wird die­sen Bedürf­nis­sen gerecht.

Und wie Du an der blo­ßen Exis­tenz des Berufs Web­de­si­gner erken­nen kannst, ist das ein eigen­stän­di­ges Feld, das viel ein­schlä­gi­ge Erfah­rung und spe­zi­el­le Kom­pe­ten­zen erfor­dert. Lei­der ist Web­de­si­gner jedoch kein geschütz­ter Beruf und es tum­meln sich hier auch vie­le Anbie­ter, die eher Gra­fik­de­si­gner oder Ent­wick­ler sind. Ich will die­se Kol­le­gen nicht schlecht machen – was Gra­fik­de­sign oder Web­ent­wick­lung angeht, kann ich ihnen nicht ansatz­wei­se das Was­ser rei­chen -, aber ich beob­ach­te bei vie­len von ihnen die Nei­gung, in typi­sche Fal­len zu tappen:

  • Gra­fik­de­si­gner schei­nen Web­de­sign oft auf die rei­ne Optik zu redu­zie­ren. Das Ergeb­nis sind dann zum Umfal­len schö­ne, ori­gi­nel­le Web­sites, auf denen sich Men­schen und Such­ma­schi­nen aber nur schwer zurecht­fin­den, die auf Mobil­ge­rä­ten nicht gut funk­tio­nie­ren, dem Besu­cher kei­nen wirk­li­chen Mehr­wert bie­ten und/​oder ander­wei­tig nicht den Bedürf­nis­sen von Men­schen und Tech­nik gerecht werden.
  • Web­ent­wick­ler hin­ge­gen schei­nen oft das umge­kehr­te Pro­blem zu haben, näm­lich eine Reduk­ti­on des Web­de­signs auf die rei­ne Tech­nik. Das Ergeb­nis sind Web­sites mit einer ein­wand­frei­en tech­ni­schen Infra­struk­tur und ultra­kur­zen Lade­zei­ten, die aber fast so ein­la­dend und benut­zer­freund­lich aus­se­hen wie nack­ter HTML-Code: Die Besu­cher fin­den sich ein­fach nicht zurecht und füh­len sich visu­ell erschla­gen und überfordert.

Die wichtigsten Punkte

Web­de­sign hin­ge­gen ist die Schnitt­stel­le die­ser bei­den Berei­che mit dem Mar­ke­ting, das heißt: Psy­cho­lo­gie, Trends, kul­tu­rel­len Beson­der­hei­ten und so weiter.

Und natür­lich kann ich in die­sem einen Arti­kel nicht alle Fein­hei­ten unter­brin­gen, aber hier zumin­dest eini­ge der wich­tigs­ten Punk­te, die Du beden­ken solltest:

  • Auch wenn Du ein lese­freu­di­ges Publi­kum ansprichst, soll­test Du nie­man­dem Text­wän­de zumu­ten. Mache mög­lichst vie­le Absät­ze und streue Zwi­schen­über­schrif­ten. Wäh­le eine seri­fen­lo­se Schrift­art und eine lese­freund­li­che Schrift­grö­ße. Die Zei­len­ab­stän­de soll­ten auf gar kei­nen Fall zu eng sein und die Zei­len­brei­te soll­te nicht über den gan­zen Bild­schirm gehen, son­dern höchs­tens einer Buch­sei­te entsprechen.
  • Ach­te auf eine kor­rek­te Über­schrif­ten­struk­tur. Und damit mei­ne ich nicht, dass Du Über­schrif­ten fett machst oder ander­wei­tig visu­ell her­vor­hebst, son­dern dass Du sie expli­zit als sol­che mar­kierst. Denn die Tech­nik ist in die­ser Hin­sicht dumm und erkennt einen fett mar­kier­ten Text nur als fett mar­kier­ten Text. Du musst ihr also mit­tei­len, was für eine Über­schrift das ist: Der Titel einer Unter­sei­te ist die soge­nann­te H1-Über­schrift, also die obers­te Ebe­ne. Die Unter­über­schrif­ten der Sei­te sind auf der Ebe­ne H2. Die Abschnit­te unter den H2-Über­schrif­ten sind wie­der­um in Unter­ab­schnit­te mit H3-Über­schrif­ten unter­teilt. Und so wei­ter bis hin zu H6. Wenn Du die­se Struk­tur kor­rekt durch­ziehst, erleich­terst Du Such­ma­schi­nen das Ver­ständ­nis Dei­ner Web­site und ver­bes­serst somit ihr Ran­king. Außer­dem freu­en sich auch mensch­li­che Besu­cher über eine kla­re, ver­ständ­li­che Struktur.
  • Vor allem auf der Start­sei­te soll­test Du auf lan­ge Tex­te kom­plett ver­zich­ten und ein­fach nur klipp und klar sagen, was man auf Dei­ner Web­site fin­det, und dem Besu­cher Links zu den wich­tigs­ten Berei­chen anbieten.
  • Arbei­te mög­lichst viel mit visu­el­lem Mate­ri­al. Ach­te dabei auf eine Bild­auf­lö­sung, die noch gut aus­sieht, aber kei­ne all­zu hohen Lade­zei­ten ver­ur­sacht. Soll hei­ßen: Mache Dei­ne Gra­fi­ken nur so groß wie nötig und wäh­le spar­sa­me Datei­for­ma­te wie zum Bei­spiel JPEG.
  • Beden­ke, dass wir im Deut­schen von links nach rechts und von oben nach unten lesen. Das bedeu­tet, dass das deut­sche Auge immer zuerst nach links oben schaut. Daher soll­test Du vor allem auf der Start­sei­te das Aller­al­ler­wich­tigs­te – Infos, Links, But­tons – im lin­ken obe­ren Bereich unter­brin­gen. Wenn Du eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­on in den rech­ten Bereich packst, kann sie sehr leicht über­se­hen werden.
  • Über­for­de­re Dei­ne Besu­cher nicht mit einer all­zu umfang­rei­chen Navi­ga­ti­on. Das heißt: maxi­mal 7 (Ober-)Menüpunkte. Und je weni­ger, des­to besser.
  • Ach­te bei der Web­site-Struk­tur und der Navi­ga­ti­on auch dar­auf, dass der Besu­cher nicht mehr als drei Klicks machen muss, um zu fin­den, was er sucht. Wenn er mehr braucht, ist es eins der ers­ten Anzei­chen, dass Dei­ne Web­site unüber­sicht­lich und benut­zer­un­freund­lich ist.
  • Beden­ke, dass die Men­schen heut­zu­ta­ge mehr und mehr von mobi­len Gerä­ten aus zugrei­fen. Des­we­gen braucht Dei­ne Web­site ent­we­der eine mobi­le Ver­si­on oder sie muss respon­siv sein, das heißt sich auto­ma­tisch an die Bild­schirm­brei­te des jewei­li­gen Geräts anpassen.
  • Mit der mobi­len Nut­zung geht außer­dem ein­her, dass Web­sites oft unter star­ker Son­nen­ein­strah­lung auf spie­geln­den Bild­schir­men ange­se­hen wer­den. Des­we­gen ist ein hoher Kon­trast von Text und Hin­ter­grund heut­zu­ta­ge Indus­trie­stan­dard: Meis­tens geht die Optik in Rich­tung Schwarz auf Weiß oder Weiß auf Schwarz. Wobei auch das nicht ganz prä­zi­se ist, denn hun­dert­pro­zen­ti­ges Schwarz auf hun­dert­pro­zen­ti­gem Weiß tut in den Augen weh. Des­we­gen benutzt man zum Bei­spiel hun­dert­pro­zen­ti­ges Schwarz auf fast-wei­ßem Hin­ter­grund oder eine fast-schwar­ze Schrift auf hun­dert­pro­zen­ti­gem Weiß.
  • Pro­fes­sio­nell wirkt eine Web­site nicht zuletzt auch durch eine ordent­li­che, ein­heit­li­che Optik. Das bedeu­tet, dass die Far­ben, Grö­ßen und For­men der Tex­te, Über­schrif­ten und Gestal­tungs­ele­men­te nicht durch­ein­an­der­tan­zen soll­ten. Über­le­ge Dir am bes­ten im Vor­feld ein ein­heit­li­ches Cor­po­ra­te Design, das heißt: 1–3 Stan­dard­far­ben, eine ein­zi­ge Schrift­art für den Text und maxi­mal eine wei­te­re für die Über­schrif­ten, benut­ze ein­heit­li­che Bild­for­ma­te etc.

Das alles wären Punk­te, die im Grun­de auch für Anfän­ger rela­tiv leicht umzu­set­zen sind, zumin­dest mit moder­nen Bau­käs­ten und CMS. Din­ge wie die Anbin­dung der Web­site an die Goog­le Search Con­so­le, den Cache, Lazy Load und so vie­les ande­re erspa­re ich Dir lieber.

Rechtliches

Doch was nützt Dir eine noch so tol­le Web­site, wenn die Abmahn­an­wäl­te scha­ren­wei­se anrü­cken und Dich in den finan­zi­el­len Ruin treiben?

Denn das Inter­net ist kein rechts­frei­er Raum und es gibt vor allem drei Punk­te zu beachten.

Dabei muss ich Dich aller­dings aus recht­li­chen Grün­den dar­auf hin­wei­sen, dass die­ser Abschnitt kei­ne Rechts­be­ra­tung dar­stellt, weil ich nur eine klei­ne, beschei­de­ne Web­de­si­gne­rin bin, die kein Jura­stu­di­um vor­zu­wei­sen hat. Wenn Du das Gan­ze also rechts­si­cher und pro­fes­sio­nell haben möch­test, lässt Du Dich am bes­ten von Pro­fi­ju­ris­ten mit Schwer­punkt Medi­en­recht beraten.

Impressum

Dass eine Web­site ein Impres­sum braucht, scheint den meis­ten bewusst zu sein. Denn es war eine der häu­figs­ten Anfra­gen in der Krea­tiv­Crew. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfan­gen kön­nen, hier aber eine ganz kur­ze Erklärung:

Die deut­sche Gesetz­ge­bung sieht vor, dass der Ver­ant­wort­li­che einer Publi­ka­ti­on klar ange­ge­ben und kon­tak­tier­bar sein muss.

Du kennst es bestimmt schon aus Büchern: die eine Sei­te mit den biblio­gra­fi­schen Anga­ben, der ISBN, Anga­ben zum Ver­lag und ande­ren Betei­lig­ten, meis­tens am unte­ren Ende der Sei­te in Mini­schrift zusam­men­ge­quetscht. Das ist ein Impressum.

Ein Web­site-Impres­sum sieht natür­lich etwas anders aus, aber im Grun­de geht es auch hier um den Ver­ant­wort­li­chen und sei­ne Kon­takt­da­ten. Außer­dem wer­den hier oft alle mög­li­chen Dis­c­lai­mer, Copy­right­hin­wei­se und Haf­tungs­aus­schlüs­se unter­ge­bracht. Lan­ge Zeit fand man hier auch Infor­ma­tio­nen zum Daten­schutz, aber heut­zu­ta­ge gehört die Daten­schutz­er­klä­rung auf eine geson­der­te Unterseite.

Sowohl das Impres­sum als auch die Daten­schutz­er­klä­rung müs­sen dabei von jeder Unter­sei­te der Web­site aus mit nur einem Klick erreich­bar sein.

Nun klingt das alles natür­lich kom­pli­ziert, aber in der Pra­xis machst Du ein­fach Folgendes:

  • Du suchst Dir einen kos­ten­lo­sen Impres­sum-Gene­ra­tor, zum Bei­spiel den von eRecht24, und gibst alle Infor­ma­tio­nen an, die dort abge­fragt wer­den. Anhand von Dei­nen Anga­ben stellt der Gene­ra­tor aus vor­for­mu­lier­ten Stan­dard-Text­blö­cken einen auf Dei­ne Web­site zuge­schnit­te­nen Impress­ums­text zusammen.
  • Dann kopierst Du den Text auf Dei­ne Web­site auf die Unter­sei­te „Impres­sum“ und kor­ri­gierst even­tu­ell ein paar Klei­nig­kei­ten, falls der Stan­dard­text im Fall Dei­ner Web­site mal nicht ganz pas­send sein sollte.
  • Anschlie­ßend ver­linkst Du das Impres­sum ent­we­der in Dei­ner Haupt­na­vi­ga­ti­on oder Du legst ein geson­der­tes Menü fürs Impres­sum und die Daten­schutz­er­klä­rung an und packst es zum Bei­spiel ans unte­re Ende der Web­site, wo es nie­man­den nervt.

Fer­tig!

Datenschutz

Mit der Daten­schutz­er­klä­rung ver­fährst Du ähn­lich. Bloß gibt es hier mehr Fein­hei­ten und es wer­den mehr Din­ge abge­fragt, die für Anfän­ger unver­ständ­lich sind. Mache Dich daher dar­auf gefasst, mit dem Gene­ra­tor – auch hier wirst Du zum Bei­spiel auf eRecht24 fün­dig – etwas mehr Zeit zu ver­brin­gen. Hal­te ger­ne auch ein geöff­ne­tes Fens­ter mit Goog­le bereit, um unbe­kann­te Begrif­fe nachzuschlagen.

Doch mit einer Daten­schutz­er­klä­rung allein ist es noch nicht getan. Erlau­be mir daher einen klei­nen Exkurs:

Das Inter­net ist im Grun­de nichts wei­ter als ein Netz von mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren­den Com­pu­tern. Und wenn Com­pu­ter mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, sind sie aus­ge­spro­chen höf­lich und stel­len sich immer umfang­reich vor. Anders kann das Inter­net näm­lich rein tech­nisch nicht funk­tio­nie­ren. Hin­ter der Dir sicher­lich bekann­ten Abkür­zung HTTP, die Du in der Adress­zei­le Dei­nes Brow­sers vor­fin­dest, wann immer Du eine Web­site auf­rufst, steckt zum Bei­spiel genau so ein Ver­fah­ren: das Hyper­text Trans­fer Pro­to­col. Es schreibt vor, wie Dein Com­pu­ter mit einem ande­ren Com­pu­ter, dem soge­nann­ten Ser­ver, kom­mu­ni­ziert, um eine bestimm­te Web­site anzu­for­dern. Dabei erfährt der Ser­ver all­er­min­des­tens, wel­ches Gerät Du benutzt, wel­ches Betriebs­sys­tem und wel­chen Brow­ser sowie Dei­ne IP-Adres­se. Mit ande­ren Worten:

Allei­ne schon dadurch, dass Du Dich mit dem Inter­net ver­bin­dest und irgend­wel­che noch so harm­lo­sen Web­sites auf­rufst, hin­ter­lässt Du eine dicke, fet­te Daten­spur.

Kon­kret bedeu­tet das: Von Dei­ner IP-Adres­se kann man auf Dei­ne geo­gra­fi­sche Posi­ti­on schlie­ßen, von Dei­nem Gerät auf Dein Ein­kom­men und so wei­ter … Und wenn auf der Web­site noch Schnick­schnack ein­ge­baut ist wie zum Bei­spiel You­Tube-Vide­os, Goog­le-Schrift­ar­ten und was weiß ich nicht alles, dann ver­bin­det sich Dein Gerät auch noch mit zig ande­ren Ser­vern, die – im Fall von Goog­le, Face­book und Kon­sor­ten – sogar noch ein finan­zi­el­les Inter­es­se an Dei­nen Daten haben und Dich umso raf­fi­nier­ter beobachten.

Ein nicht unwe­sent­li­cher Teil die­ser auto­ma­ti­sier­ten Total­über­wa­chung sind soge­nann­te Coo­kies: klei­ne Text­da­tei­en, die Web­sites auf Dei­nem Com­pu­ter spei­chern. Das geschieht längst nicht immer mit bösen Absich­ten. Vie­le Coo­kies sind ein­fach not­wen­dig, damit moder­ne Web­sites gescheit funk­tio­nie­ren und zum Bei­spiel ihre Besu­cher wie­der­erken­nen kön­nen, ohne dass sie sich auf jeder Unter­sei­te von Neu­em in den Mit­glie­der­be­reich ein­log­gen müs­sen. Ande­re Coo­kies wie­der­um sind dazu da, um genau zu über­wa­chen, wann man Dir am bes­ten wel­che Wer­bung aus­spie­len soll­te. Und noch­mal ande­re Coo­kies spei­chern ein­fach nur die Infor­ma­ti­on, dass Du kei­ne Coo­kies auf Dei­nem Com­pu­ter gespei­chert haben möchtest.

Im Moment gibt es immer mehr Ansät­ze, um von den Coo­kies tech­nisch los­zu­kom­men, aber sie sind immer noch extrem ver­brei­tet und prak­tisch kei­ne Web­site kommt ohne sie aus.

Wie Du also siehst, ist das Inter­net „von Natur aus“ daten­schutz­tech­nisch eine heik­le Sache. Die Gesetz­ge­bung ver­sucht zwar, das Gan­ze zu regeln, packt die Pro­ble­me aller­dings nicht an der Wur­zel und pro­du­ziert lau­ter büro­kra­ti­schen Unsinn, der nichts bewirkt, außer Web­site-Betrei­bern und Nut­zern das Leben unnö­tig schwer zu machen. Eine die­ser Maß­nah­men ist die Pflicht einer Daten­schutz­er­klä­rung, die den Besu­cher über die Daten­schutz­fein­hei­ten einer bestimm­ten Web­site infor­miert, für den Betrei­ber einen unnö­ti­gen Zeit­auf­wand dar­stellt und von prak­tisch nie­man­dem gele­sen wird.

Eine wei­te­re sol­che Maß­nah­me sind die Coo­kie-Ein­stel­lun­gen: Der Web­site-Benut­zer muss der Spei­che­rung von Coo­kies aktiv zustim­men, bevor sie gesetzt wer­den kön­nen. Abge­se­hen davon, dass alle gän­gi­gen Brow­ser schon sehr lan­ge über die Funk­ti­on ver­fü­gen, das Spei­chern von Coo­kies zu unter­bin­den, und die­se Maß­nah­me somit eine geball­te, unin­for­mier­te Stu­pi­di­tät dar­stellt, sor­gen die Coo­kie-Ein­stel­lun­gen auch ein­fach nur für Frust beim Auf­ru­fen von Web­sites. Denn heu­te reicht es, wie gesagt, nicht mehr, den Besu­cher ein­fach dar­über zu infor­mie­ren, dass Coo­kies gesetzt wer­den. Der Besu­cher muss bei jeder ein­zel­nen Web­site aktiv ent­schei­den kön­nen, ob sie Coo­kies set­zen darf oder nicht. Als ob er irgend­et­was davon versteht.

Die Erstel­lung eines sol­chen Coo­kie-Fens­ters ist für Dich als Web­site-Betrei­ber natür­lich auch ein zusätz­li­cher Auf­wand. Aber kein all­zu gro­ßer. Denn ent­we­der hast Du Kennt­nis­se in der Web­ent­wick­lung und erstellst so ein Fens­ter selbst oder Du benutzt einen Bau­kas­ten oder ein CMS, wo es ent­spre­chen­de Ein­stel­lun­gen oder Plugins gibt, um ein sol­ches Coo­kie-Fens­ter zu gene­rie­ren und funk­ti­ons­fä­hig zu machen. Dazu suchst Du Dir am bes­ten spe­zia­li­sier­te Anlei­tun­gen her­aus, je nach­dem, mit wel­chem Sys­tem Du Dei­ne Web­site erstellst.

Und dann gibt es noch einen wei­te­ren Punkt, den Du in Sachen Daten­schutz beden­ken soll­test: Wie bereits beschrie­ben, gehen die Daten Dei­ner Besu­cher allein schon durch den Auf­ruf Dei­ner Web­site an den Ser­ver. Sofern es nicht Dein höchst eige­ner Ser­ver ist, der irgend­wo bei Dir zu Hau­se her­um­steht, benutzt Du wahr­schein­lich einen ent­spre­chen­den Anbie­ter, einen soge­nann­ten Hos­ter, also Gast­ge­ber, der Dir auf sei­nem Ser­ver Spei­cher­platz zur Ver­fü­gung stellt. Somit kommt der Hos­ter in den Besitz der Daten Dei­ner Web­site-Benut­zer: Er ver­ar­bei­tet sie in Dei­nem Auf­trag. Und weil wir hier im Reich der Büro­kra­tie sind, muss das durch einen soge­nann­ten Auf­trags­ver­ar­bei­tungs­ver­trag (AV-Ver­trag) gere­gelt wer­den. Das­sel­be gilt auch für jeden ande­ren Anbie­ter, den Du nutzt, zum Bei­spiel für einen News­let­ter oder Website-Statistiken.

Vor dem AV-Ver­trag brauchst Du aller­dings kei­ne Angst zu haben: Der Hos­ter und all die ande­ren Anbie­ter möch­ten Dich ja als Kun­de behal­ten und des­we­gen ist das Abschlie­ßen des Ver­trags in der Regel rela­tiv ein­fach. Meis­tens fin­dest Du in der ent­spre­chen­den Admi­nis­tra­ti­on einen eige­nen Menü­punkt dafür und folgst dann den Anweisungen.

Copyright

Nach dem gar nicht mal so gru­se­li­gen Impres­sum und dem dafür umso gru­se­li­ge­ren Daten­schutz­kram bleibt noch etwas eigent­lich Selbstverständliches:

Für alle Inhal­te, die nicht von Dir sind, brauchst Du die Erlaub­nis des jewei­li­gen Urhe­bers.

Das bedeu­tet: Wenn Du, wie wei­ter oben vor­ge­schla­gen, Rezen­sio­nen begeis­ter­ter Leser auf Dei­ne Web­site packen willst, brauchst Du deren Erlaub­nis. Wenn Du ein pro­fes­sio­nel­les Foto ver­wen­den willst, soll­test Du das mit dem Foto­gra­fen abge­klärt haben. Die Benut­zung von Buch­co­vern soll­test Du mit Dei­nem Ver­lag bzw. Cover­de­si­gner ver­ein­bart haben. Und so weiter …

Einrichtung und Aufbau

Nach­dem ich nun weit und breit erklärt habe, was eine gute Autoren­web­site aus­macht, bleibt noch die Fra­ge nach dem tat­säch­li­chen Auf­bau. Und das ist es, was Anfän­ger oft am meis­ten abschreckt – weil sie die ande­ren Punk­te meis­tens unterschät­zen und den Bas­tel­part überschät­zen.

Ich will also sagen: Die Ein­rich­tung und der Auf­bau einer Web­site sind nichts, wovor man Angst haben soll­te. Es ist zwar der Part, der am meis­ten mit Kos­ten ver­bun­den ist, aber unterm Strich ist eine ein­fa­che Visi­ten­kar­te-Web­site, die maxi­mal noch einen Blog hat, kein all­zu kom­pli­zier­tes Kon­strukt.

Was mei­ne ich aber damit?

Hosting und Domain

Im tech­ni­schen Sin­ne ist eine Web­site nichts wei­ter als ein Bün­del von Datei­en und Ord­nern, das auf einer bestimm­ten Art von Com­pu­ter, einem soge­nann­ten Ser­ver, liegt und über eine bestimm­te Adres­se abruf­bar ist.

Kom­pli­zier­ter wird es, wenn Du zum Bei­spiel einen Online-Shop ein­rich­test, denn da arbei­test Du stär­ker mit beson­ders sen­si­blen Kun­den­da­ten (zum Bei­spiel Kre­dit­kar­ten), was wie­der­um mehr Sicher­heits­vor­keh­run­gen erfor­dert, und Du brauchst Schnitt­stel­len zum Waren­wirt­schafts­sys­tem und exter­nen Dienst­leis­tern für Geld­ver­kehr, Buch­hal­tung, Kun­den­be­zie­hungs­ma­nage­ment und ggf. Logistik.

Eine klei­ne Web­site mit Blog ist dage­gen Kin­der­gar­ten. Was Du dafür brauchst, sind

  • ers­tens Webs­pace, also Spei­cher­platz auf einem Ser­ver, und
  • zwei­tens eine Adres­se, d. h. eine Domain.
  • Even­tu­ell, wenn Du ein CMS wie zum Bei­spiel Wor­d­Press benut­zen willst, brauchst Du noch eine Daten­bank.

Fer­tig.

Anbie­ter für die­se mick­ri­gen Ansprü­che gibt es wie Sand am Meer. Meis­tens bie­ten Hos­ter, also Anbie­ter von Webs­pace, meh­re­re Pake­te an und emp­feh­len das mitt­le­re – dabei kannst Du für eine klei­ne Web­site mit Blog in der Regel bereits mit dem kleins­ten Paket glück­lich werden.

Soll hei­ßen: Wäh­le das bil­ligs­te Paket, das Dei­nen Ansprü­chen gerecht wird. Für eine klei­ne Autoren­web­site, wie wir sie in die­sem Arti­kel bespre­chen, sind das folgende:

  • Für eine mick­ri­ge Web­site mit Text und Bil­dern ist ein Webs­pace von 5 GB mehr als genug. Um das mal zu ver­an­schau­li­chen: Auf mei­nem Schreib­tech­ni­ke­rin-Webs­pace lage­re ich zwei Web­sites. Von den mir für 3,50 € im Monat zur Ver­fü­gung ste­hen­den 30 GB habe ich im Moment nur 1,2 GB belegt.
  • Wenn Du pro­fes­sio­nell auf­tre­ten möch­test, willst Du viel­leicht auch Post­fä­cher, die an eine E‑Mail-Adres­se mit Dei­ner Domain gekop­pelt sind.
  • Nor­ma­ler­wei­se bie­ten moder­ne Hos­ter aus­rei­chend Traf­fic (Daten­ver­kehr) an. „Unbe­grenz­ter Traf­fic“, wie sie ihn in ihren Pake­ten bewer­ben, ist zwar ein Mar­ke­ting-Gim­mick – die Band­brei­te hat immer irgend­wel­che Gren­zen -, aber für eine klei­ne Web­site, wie sie uns vor­schwebt, ist die­ser Traf­fic tat­säch­lich gewis­ser­ma­ßen unbe­grenzt. Zur Erklä­rung: Wenn Dein Com­pu­ter sich mit dem Ser­ver ver­bin­det, um eine Web­site auf­zu­ru­fen, und der Ser­ver die Web­site aus­lie­fert, muss eine aus­rei­chen­de Band­brei­te gege­ben sein. Sonst kann es pas­sie­ren, dass Dei­ne Web­site durch zu vie­le Auf­ru­fe oder eine zu gro­ße Men­ge an Daten über­las­tet wird und nur lang­sam lädt oder sogar für eine Wei­le nicht mehr erreich­bar ist. Als ich Mit­te der 2000er Jah­re in das Web­site-Bas­teln ein­ge­stie­gen bin, waren des­we­gen Din­ge wie „Traf­fick­lau“ und „Hot­lin­king“ hei­ße The­men: Wenn Web­site-Betrei­ber zum Bei­spiel Bil­der von ande­ren Web­sites direkt kopiert haben, statt sie auf dem eige­nen Webs­pace hoch­zu­la­den, wur­den die Ser­ver der Web­sites, von denen kopiert wur­de, zusätz­lich belas­tet. Ich habe sogar mit­er­le­ben dür­fen, wie eini­ge Web­sites dar­an zugrun­de gegan­gen sind. Hot­lin­king exis­tiert zwar immer noch und ist nach wie vor ein schlech­ter Ton, aber wenn Dei­ne Web­site nicht haupt­säch­lich aus Bil­dern oder gar Vide­os besteht, brauchst Du Dir dar­über kei­nen Kopf zu machen.
  • Der Ser­ver­stand­ort soll­te in Deutsch­land, maxi­mal in einem Nach­bar­land sein. Ent­ge­gen dem etwas zu weit ver­brei­te­ten Aber­glau­ben hat das Inter­net näm­lich nichts mit Satel­li­ten oder Daten­wol­ken zu tun, son­dern ist ein phy­si­sches Netz aus Kabeln. Wenn Du also zum Bei­spiel eine Web­site auf­rufst, die auf einem Ser­ver in den USA liegt, fin­det der Daten­aus­tausch buch­stäb­lich über ein Glas­fa­ser­ka­bel auf dem Grund des Atlan­ti­schen Oze­ans statt. (Und aus irgend­ei­nem Grund haben Haie die­se Kabel zum Fres­sen gern. So als Fun Fact am Ran­de.) Wel­che Web­site lädt also schnel­ler und zuver­läs­si­ger: eine, die am ande­ren Ende der Welt liegt, oder eine in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft? Davon, dass man auch recht­lich auf der siche­re­ren Sei­te ist, wenn das Rechen­zen­trum, in dem der Ser­ver unter­ge­bracht ist, sich in Deutsch­land oder zumin­dest in der EU befin­det, ganz zu schwei­gen. Stich­wort zum Bei­spiel Auftragsverarbeitungsvertrag.
  • Wenn Du nun das Bün­del von Datei­en und Ord­nern, das Dei­ne Web­site aus­macht, auf den Ser­ver hoch­la­den willst, um Dei­ne Web­site online ver­füg­bar zu machen, machst Du das am bes­ten über einen soge­nann­ten FTP-Zugang und einen FTP-Cli­ent, zum Bei­spiel File­Zil­la. Die ver­schlüs­sel­te, siche­re Vari­an­te davon heißt SFTP. Und auch wenn Du Dei­ne Web­site nicht manu­ell hoch­la­den, son­dern mit einem CMS wie Wor­d­Press arbei­ten willst, ist ein FTP-Zugang sinn­voll, um im Not­fall oder bei ander­wei­ti­gem Bedarf manu­ell ein­grei­fen zu kön­nen: Zum Bei­spiel kommt es mei­ner Erfah­rung nach alle paar Jah­re vor, dass sich zwei Plugins nach einem Wor­d­Press-Update in die Haa­re krie­gen und die gesam­te Web­site lahm­le­gen. Das heißt, statt Dei­ner Web­site ist da nur noch eine lee­re, wei­ße Flä­che und Du kommst nicht ein­mal mehr in die Admi­nis­tra­ti­on. Mit einem FTP-Zugang kannst Du das Pro­blem aber ganz ein­fach lösen, indem Du direkt ins Datei­ver­zeich­nis Dei­ner Web­site gehst und die zer­strit­te­nen Plugins manu­ell deaktivierst.
  • Unter­schät­ze nie­mals die Wich­tig­keit von auto­ma­ti­schen Back­ups. Ja, Du kannst und soll­test auch manu­ell Back­ups machen, aber, glaub mir, Du wirst es wahr­schein­lich nicht all­zu dis­zi­pli­niert durch­zie­hen. Außer­dem haben auto­ma­ti­sche Back­ups durch den Hos­ter den Vor­teil, dass sie in der Regel an ein Pro­gramm zum Wie­der­her­stel­len der Siche­run­gen gekop­pelt sind. Wenn Dei­ne Web­site also kata­stro­phal kaputt geht oder gehackt wird – und das kann jeder noch so klei­nen, unbe­deu­ten­den Web­site pas­sie­ren -, dann kannst Du ein Back­up von dem letz­ten Tag, an dem sie noch ein­wand­frei war, aus­wäh­len und mit weni­gen Klicks und etwas War­te­zeit den dama­li­gen Stand wiederherstellen.
  • Wenn Du nur eine bana­le sta­ti­sche Web­site mit Text und Bild auf­bau­en möch­test, brauchst Du nur die Skript­spra­chen HTML und CSS zur Struk­tu­rie­rung und Gestal­tung. Das bekommt jeder Ser­ver hin. Wenn Du aber dyna­mi­sche Inhal­te willst – Blog, Kom­men­ta­re und alles, was dar­über hin­aus­geht -, dann soll­test Du dar­auf ach­ten, dass Dein Hos­ter eine aktu­el­le Ver­si­on der Pro­gram­mier­spra­che PHP anbie­tet. Und selbst wenn Du kei­nen Blog, aber trotz­dem ein CMS wie zum Bei­spiel Wor­d­Press nut­zen willst, dann ist PHP Pflicht: Wor­d­Press ist mit PHP pro­gram­miert und kann ohne PHP-Unter­stüt­zung somit nicht laufen.
  • Wenn Du mit CMS arbei­ten willst, brauchst Du, wie gesagt, noch eine MyS­QL-Daten­bank. In einem CMS, einem Con­tent Manage­ment Sys­tem, wer­den Struk­tur und Gestal­tung näm­lich von den Inhal­ten getrennt: Letz­te­re wer­den in der Daten­bank gespei­chert. Ana­log dazu, wie Du über FTP auf die Datei­en und Ord­ner Dei­ner Web­site zugrei­fen kannst, ermög­licht die Soft­ware phpMy­Ad­min einen manu­el­len Zugriff auf die Daten­bank, ohne sich durch kom­pli­zier­te SQL-Anwei­sun­gen quä­len zu müs­sen. Ein­mal in drei Schalt­jah­ren kann es Dei­ner Web­site das Leben retten.
  • Es ver­steht sich von selbst, dass ein seriö­ser Hos­ter für Dei­ne Sicher­heit sor­gen soll­te, indem er Dei­nen Webs­pace und Dei­ne Admi­nis­tra­ti­on zum Bei­spiel vor Spam und Bru­te-For­ce-Atta­cken schützt.
  • Wenn Du kei­ne groß­ar­ti­gen tech­ni­schen Kennt­nis­se vor­zu­wei­sen hast, sind Web­site-Bau­käs­ten, Unter­stüt­zung von CMS und 1‑Klick-Instal­ler für Dich inter­es­sant. Grund­sätz­lich kannst Du Wor­d­Press zum Bei­spiel rela­tiv unkom­pli­ziert manu­ell instal­lie­ren, wenn die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen gege­ben sind, aber wenn Du Dich mit so etwas nicht aus­kennst, dann sind sol­che Instal­ler ein Segen: Du buchst beim Hos­ter ein­fach Dei­nen Webs­pace und evtl. die Domain, suchst Dir den Instal­ler für das Pro­gramm Dei­ner Wahl aus und hast schon mit weni­gen Klicks eine Web­site, die Du sofort nach Her­zens­lust gestal­ten kannst.
  • Nicht zuletzt soll­test Du Dir auch die Garan­tien und den Kun­den­ser­vice anschau­en. Denn wozu bezahlst Du für Dei­nen Webs­pace, wenn der Ser­ver stän­dig Stö­run­gen hat? Eine 100%-ige Ver­füg­bar­keits­ga­ran­tie für Dei­ne Web­site wird Dir kein Hos­ter bie­ten kön­nen – es kann immer, immer, immer zu Aus­fäl­len kom­men. Aber wenn Dein Hos­ter in sol­chen Fäl­len sofort ein­springt und Feh­ler behebt, damit Dei­ne Web­site mög­lichst schnell wie­der online ist, ist eine Garan­tie von 99,9 % durch­aus mach­bar. Ansons­ten soll­test Du Dich im Not­fall – alle drei Schalt­jah­re – an einen Sup­port wen­den kön­nen. Dabei ist der Sup­port in der Regel bes­ser, je teu­rer Dein Web­hos­ting-Paket ist. Ich ver­ste­he natür­lich, dass Du als ver­ängs­tig­ter Anfän­ger am liebs­ten eine 24/7‑­Sup­port-Hot­line möch­test, wo Du auch noch bevor­zugt behan­delt wirst, aber ers­tens ist das für Dei­ne mick­ri­gen Bedürf­nis­se auf Dau­er meis­tens zu teu­er und zwei­tens schießt Du bei den meis­ten denk­ba­ren Pro­ble­men mit einer klei­nen Visi­ten­kar­te-Web­site mit Kano­nen auf Spat­zen. In Dei­nem Fall wird es voll­kom­men aus­rei­chen, wenn es über­haupt einen Sup­port gibt, eine E‑Mail-Adres­se, eine Tele­fon­num­mer mit huma­nen Arbeits­zei­ten und/​oder ein Ticket-System.

Was nun die Domain, die Adres­se, angeht, so ist in heu­ti­gen Hos­ting-Pake­ten die ein oder ande­re Domain in der Regel bereits inbe­grif­fen. Du kaufst sie also ein­fach mit. In eini­gen Fäl­len kann es aber sein, dass Du die Domain geson­dert kau­fen möch­test: zum Bei­spiel, weil Dein Hos­ter eben kei­ne Inklu­siv-Domain anbie­tet, weil der Erwerb einer Domain bei einem ande­ren Anbie­ter bil­li­ger ist oder weil Du kos­ten­lo­sen Webs­pace nutzt, wo Dir natür­lich kei­ne Domain zur Ver­fü­gung gestellt wird. Das Auf­schal­ten einer Domain von einem ande­ren Anbie­ter erfor­dert zwar ein wenig tech­ni­sches Wis­sen, aber grund­sätz­lich ist das ohne Pro­ble­me mög­lich.

Ach­te aber unbe­dingt dar­auf, dass Du auch ein SSL-Zer­ti­fi­kat bekommst – bzw. ein TLS-Zer­ti­fi­kat, im Grun­de eine Wei­ter­ent­wick­lung von SSL. Die­ses Zer­ti­fi­kat macht näm­lich den Unter­schied zwi­schen HTTP und HTTPS aus: Wenn Dein Com­pu­ter und der Ser­ver über HTTP kom­mu­ni­zie­ren, kön­nen sie von Drit­ten „belauscht“ wer­den. Ein SSL-Zer­ti­fi­kat hin­ge­gen sorgt dafür, dass Dein Com­pu­ter und der Ser­ver sich auf eine Geheim­spra­che, die nur sie selbst ver­ste­hen, eini­gen, und der Daten­aus­tausch somit ver­schlüs­selt statt­fin­det. Tech­nisch gese­hen ist es bei einer klei­nen sta­ti­schen Web­site nicht tra­gisch, wenn es kei­ne Ver­schlüs­se­lung gibt – anders als zum Bei­spiel bei Online-Shops, wo ohne SSL ganz leicht Kre­dit­kar­ten­da­ten, Adres­sen, Pass­wör­ter und alle mög­li­chen ande­ren Din­ge „abge­hört“ wer­den kön­nen. Aller­dings ist SSL heut­zu­ta­ge Indus­trie­stan­dard und die meis­ten Brow­ser schla­gen regel­recht Alarm, wenn SSL fehlt. Des­we­gen macht eine noch so harm­lo­se Web­site ohne SSL einen hoch­gra­dig unpro­fes­sio­nel­len Ein­druck. – Aber kei­ne Sor­ge: Wenn Du bei einem seriö­sen Anbie­ter eine Domain kaufst, wird Dir in den letz­ten Jah­ren ein kos­ten­lo­ses SSL-Zer­ti­fi­kat meis­tens hin­ter­her­ge­schmis­sen. Nimm es also dank­bar an und nut­ze es.

Baukästen und CMS

Nun hast Du also Webs­pace und eine Domain – fehlt nur noch die Web­site selbst. Um sie auf­zu­bau­en, hast Du unterm Strich vier Möglichkeiten:

  • Du pro­gram­mierst sie von Hand. Ent­we­der tippst Du buch­stäb­lich Code in eine HTML- oder PHP- und eine CSS-Datei oder Du benutzt spe­zi­el­le Pro­gram­me, die Dich dabei unter­stüt­zen, oder ein Frame­work wie zum Bei­spiel Boot­strap. Der Vor­teil ist die end­lo­se Nar­ren­frei­heit. Der Nach­teil ist, dass Du Dich mit Web­ent­wick­lung aus­ken­nen soll­test und 80 % der Zeit damit ver­bringst, klit­ze­klei­ne Code-Feh­ler zu suchen, die Dir die gan­ze Sei­te zerschießen.
  • Du benutzt einen Drag-and-Drop-Bau­kas­ten. Vie­le Hos­ter bie­ten neben blo­ßem Webs­pace näm­lich auch sol­che Bau­käs­ten an, zum Bei­spiel Stra­to und 1&1. Außer­dem gibt es Hos­ter wie Jim­do oder Wix, die ihren Bau­kas­ten zum Dreh- und Angel­punkt ihres Ange­bots machen: Hier kannst Du nur mit deren Bau­kas­ten arbei­ten und kriegst ihn zusam­men mit dem dafür not­wen­di­gen Webs­pace und der Domain. Also Du regis­trierst Dich, kaufst ein Paket und hast schon direkt eine Web­site, an der Du ohne irgend­wel­che Kennt­nis­se her­um­bas­teln kannst. Der Vor­teil ist natür­lich, dass moder­ne Bau­käs­ten ein äußerst brei­tes Funk­ti­ons­spek­trum bie­ten und dabei extrem anfän­ger­freund­lich sind. Das geht aller­dings auf Kos­ten der Nar­ren­frei­heit: In der Regel bist Du durch den Bau­kas­ten an Dei­nen Hos­ter gebun­den und kannst nicht ein­fach so umzie­hen, wenn Dir ein ande­rer Anbie­ter bes­ser gefällt, son­dern musst bei dem neu­en Anbie­ter die Web­site kom­plett neu auf­bau­en. Son­der­wün­sche musst Du ent­we­der zu Dei­nem Paket kos­ten­pflich­tig dazu­bu­chen oder sie sind ein­fach nicht vor­ge­se­hen. Auch die Mög­lich­kei­ten der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung sind im Ver­gleich mit den ande­ren Optio­nen etwas eingeschränkt.
  • Du benutzt ein CMS, ein Con­tent Manage­ment Sys­tem. Das bekann­tes­te ist Wor­d­Press, wei­te­re Bei­spie­le sind Joom­la!, Typo3 und Con­tao. Hier erstellst Du die Optik und die Inhal­te geson­dert. Das bedeu­tet: Du instal­lierst ein The­me und passt die Ein­stel­lun­gen an. Dann packst Du die Inhal­te rein. Wenn die ein­zel­nen Blog- und Unter­sei­ten auf­ge­ru­fen wer­den, nimmt das Sys­tem das Design und lädt dazu die ent­spre­chen­den Ein­trä­ge aus der MyS­QL-Daten­bank. Der Vor­teil ist, dass Du bei CMS im Grun­de nur ein­mal das Design fest­legst und dann nur noch Inhal­te ein­fügst und das Design auch jeder­zeit ändern kannst, ohne dass mit Dei­nen Inhal­ten etwas pas­siert. Du kannst die Inhal­te leicht expor­tie­ren und damit auf einen ande­ren Hos­ter umzie­hen. Du kannst das Gestal­ten und die War­tung einem Web­de­si­gner oder Ent­wick­ler über­las­sen und für die Redak­teu­re abge­speck­te Zugän­ge ein­rich­ten, wo sie nur Tex­te bear­bei­ten kön­nen. Und gera­de bei Wor­d­Press hast Du jede Men­ge – oft kos­ten­lo­se – Plugins, die Dir jeden Her­zens­wunsch erfül­len und das Sys­tem bei Bedarf auch in einen Drag-and-Drop-Bau­kas­ten umwan­deln. Und wenn Dir das nicht genug ist, kannst Du das Sys­tem mit eige­nen Code-Schnip­seln auf­rüs­ten … Mit ande­ren Wor­ten: Du kannst alles Denk­ba­re anstel­len, ohne es kom­plett selbst zu pro­gram­mie­ren. Der Nach­teil ist: Du musst zwar kein Ent­wick­ler sein, aber CMS sind trotz­dem eine Wis­sen­schaft für sich.
  • Du kannst einen Web­de­si­gner beauf­tra­gen – der bas­telt Dir dann etwas von Hand oder mit einem CMS. Wenn er Dir etwas von Hand bas­telt, bist Du dar­auf ange­wie­sen, dass er es pflegt oder Dir ein Pro­gramm zur Ver­fü­gung stellt, mit dem Du Dei­ne Web­site selbst pfle­gen kannst. Hier wird Dir jeder nur denk­ba­re Her­zens­wunsch erfüllt, aber ein der­ma­ßen indi­vi­du­el­ler Zugang ist teu­er. Wenn der Web­de­si­gner Dir eine Web­site mit einem gän­gi­gen Pro­gramm wie Wor­d­Press erstellt, dann kannst Du die Inhal­te mit etwas Übung selbst pfle­gen – zumin­dest der klas­si­sche Wor­d­Press-Text­edi­tor ist nicht kom­pli­zier­ter als Word. Die Tech­nik aktua­li­siert sich mitt­ler­wei­le auto­ma­tisch und Du wirst nur ab und zu ein wenig Hil­fe brau­chen, falls es zu Bugs kommt.

Kosten

Wie Du siehst, gibt es vie­le Wege, um an eine Web­site zu kom­men. Und wäh­rend Dei­ne Kennt­nis­se dabei durch­aus eine Rol­le spie­len, wirst Du sicher­lich auch die Kos­ten beden­ken, bevor Du Dich für einen Weg ent­schei­dest. Und da ist der Spiel­raum sehr breit:

Von kos­ten­los bis zu meh­re­ren Tau­send Euro ist alles möglich.

Kos­ten­los sind dabei zum Bei­spiel Basis­ver­sio­nen von Bau­käs­ten wie Wix: Du legst Dir ein­fach einen Account an – und schon hast Du eine Web­site. Ähn­lich funk­tio­nie­ren auch CMS wie Blog​ger​.com, die Blog­soft­ware von Goog­le, und Wor​d​Press​.com, die abge­speck­te Ver­si­on von Wor­d­Press. Sol­che Ange­bo­te gehen in der Regel mit mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen ein­her, Dir steht nur wenig Werk­zeug zur Ver­fü­gung, auf Dei­ner Web­site wird Wer­bung ein­ge­blen­det und/​oder Du kannst nur eine begrenz­te Anzahl von Unter­sei­ten anle­gen. Eine Mög­lich­keit, die­se Ein­schrän­kun­gen etwas aus­zu­wei­ten, gibt es oft zwar durch­aus, aber da wirst Du schon zur Kas­se gebeten.

Mit etwas Glück fin­dest Du auf den Gefil­den des Inter­nets auch kos­ten­lo­sen Webs­pace, auf dem Du Dei­ne manu­ell codier­te Web­site hoch­la­den kannst. Ein sol­ches Bei­spiel ist mein eige­ner Hos­ter lima-city, der neben Pre­mi­um-Webs­pace eben auch kos­ten­lo­sen anbie­tet. Aber auch das geht mit Ein­schrän­kun­gen ein­her, zum Bei­spiel einer gerin­ge­ren Ver­füg­bar­keit, weil die Pre­mi­um-Ser­ver bei Aus­fäl­len bevor­zugt behan­delt werden.

Kos­ten­los bekommst Du im Übri­gen auch kei­ne Domain, son­dern nur eine Sub­do­main Dei­nes Anbie­ters – Dei­ne Adres­se lau­tet also zum Bei­spiel nicht „super​tol​ler​-autor​.de“, son­dern „super​tol​ler​-autor​.wix​si​te​.com“, „super​tol​ler​-autor​.blog​spot​.com“, „super​tol​ler​-autor​.wor​d​press​.com“ oder „super​tol​ler​-autor​.lima​-city​.de“. Das wirkt schnell unse­ri­ös.

Wenn die kos­ten­lo­sen Hosting­an­ge­bo­te Dich aber glück­lich machen, dann kannst Du Dich ein­fach mit dem Kauf einer Domain begnü­gen und die­se auf­schal­ten. Die Prei­se für eine Domain vari­ie­ren dabei je nach Domai­nen­dung und Anbie­ter. Bei do​.de bekommst Du der­zeit eine .de-Domain zum Bei­spiel schon ab 0,49 € im Monat. Wenn Du also eine moder­ne, pro­fes­sio­nel­le Web­site von Hand coden kannst, wäre das ein Schleich­weg, um Kos­ten zu ver­mei­den. Bei lima-city müss­test Du nur noch eine jähr­li­che Bear­bei­tungs­ge­bühr von 10 € für den AV-Ver­trag bezah­len. Und wenn Dir eine ein­ma­li­ge Zah­lung von wei­te­ren 3 € nicht zu scha­de ist, kannst Du noch eine MyS­QL-Daten­bank dazu­kau­fen und Wor­d­Press instal­lie­ren. Wenn Du Dich da schlau anstellst und kos­ten­lo­se The­mes und Plugins nutzt, kannst Du also für nur 3 € ein­ma­lig und 15,88 € im Jahr eine voll­wer­ti­ge Wor­d­Press-Web­site betreiben.

Weil kos­ten­lo­ses Hos­ting aber so vie­le gestal­te­ri­sche und tech­ni­sche Ein­schrän­kun­gen mit sich bringt, wirst Du ent­we­der auf einen rei­nen Bau­kas­ten-Hos­ter wie Jim­do und Wix oder einen gewöhn­li­chen Hos­ter wie Stra­to, All-Inkl, Blue­host, Site­Ground, Host­Ga­tor, 1&1 und wie sie alle hei­ßen zurück­grei­fen müs­sen. Hier vari­ie­ren die Prei­se natür­lich von Anbie­ter zu Anbie­ter. Schau Dir also genau an, was die ver­schie­de­nen Hos­ter Dir in ihren ein­zel­nen Pake­ten so bie­ten. Wie gesagt, meis­tens wird das kleins­te und güns­tigs­te Paket für Dei­ne Bedürf­nis­se schon aus­rei­chen. Ich per­sön­lich bin ja bei lima-city, ursprüng­lich mit kos­ten­lo­sem Webs­pace „ange­füt­tert“ und jetzt hos­te ich dort mei­ne Web­site Die​-Schreib​tech​ni​ke​rin​.de. Und weil ich mit dem Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis von mei­nem Mini-Paket für 3,50 € im Monat rund­um zufrie­den bin, gebe ich Dir ger­ne mei­ne Emp­feh­lung und einen Affi­lia­te-Link.

Sofern Du mit Wor­d­Press arbei­ten willst, musst Du auch hier mög­li­che Kos­ten im Auge behal­ten: Denn Du brauchst The­mes und Plugins und nicht alle sind kos­ten­los. Die Faust­re­gel gilt auch hier: Je mehr man bezahlt, des­to mehr Funk­tio­nen und Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten bekommt man. Weil ich jedoch sehr spar­sam bin, habe ich die Erfah­rung gemacht, dass es durch­aus mög­lich ist, aus­schließ­lich mit kos­ten­lo­sen The­mes und Plugins aus­zu­kom­men. Wenn man selbst ein wenig Skript- und Pro­gram­mier­spra­chen beherrscht, dann sucht man sich näm­lich unter den kos­ten­lo­sen The­mes und Plugins die­je­ni­gen her­aus, die der eige­nen Visi­on am nächs­ten kom­men, und „ver­ge­wal­tigt“ sie dann so lan­ge mit eige­nem Code, bis sie exakt das sind, was man will.

Die teu­ers­te Vari­an­te ist natür­lich das Beauf­tra­gen eines Web­de­si­gners oder gar einer Agen­tur. Letz­te­res ist in Dei­nem Fall defi­ni­tiv ein Schie­ßen mit Kano­nen auf Spat­zen, daher spre­chen wir an die­ser Stel­le von dem noch wahr­schein­lichs­ten Sze­na­rio, dass Du einen Web­de­si­gner zum Auf­bau­en einer Wor­d­Press-Web­site anheuerst …

Web­de­si­gner kos­ten. Der Stun­den­lohn ist unter­schied­lich, aber Pi mal Dau­men gilt: 60 bis 80 € die Stun­de ist nor­mal. Über 80 € ist es hoch­prei­sig. Unter 60 € ist es ent­we­der ein Anfän­ger, der sei­nen Stun­den­lohn mit all den Ver­si­che­run­gen, Krank­heits­ta­gen und ande­ren Kos­ten der Selbst­stän­dig­keit nicht rich­tig kal­ku­liert hat, oder ein Ver­zwei­fel­ter. Oder es ist ein Betrü­ger, der dilet­tan­tisch gemach­te Schmud­del­wa­re lie­fert und dar­auf spe­ku­liert, dass es dem ahnungs­lo­sen Kun­den schon nicht auffällt.

Nun schät­zen wir den Arbeits­auf­wand: Du brauchst ein Kon­zept, dann noch
Ein­rich­tung und Auf­bau, das Ein­pfle­gen der Tex­te, die Du als Schrei­ber­ling am bes­ten selbst ver­fasst, und der Bil­der und eini­ge letz­te Kor­rek­tu­ren und Anpas­sun­gen. Bei einer klei­nen, beschei­de­nen Web­site wären das im Schnitt 10 Stun­den. Das sind 600 bis 800 €. Bei noch so klei­nen Son­der­wün­schen sind wir schnell bei über 1000 €. Hin­zu kom­men noch die Kos­ten fürs Hos­ting sowie evtl. für The­mes und Plugins. Zusam­men­ge­fasst lässt sich also sagen, dass ein Web­de­si­gner zwar kos­tet, aber es ist jemand, der weiß, was er tut, und er erspart Dir jede Men­ge Kopf­schmer­zen, da Du ja nicht selbst arbei­ten musst. Und wenn die­se Mög­lich­keit für Dich inter­es­sant ist, kannst Du Dich übri­gens direkt an mich wenden.

Wie Du also siehst, gibt es vie­le Ansät­ze, die auch mit völ­lig ver­schie­de­nen Kos­ten ein­her­ge­hen. Was für Dich das Rich­ti­ge ist, musst Du selbst ent­schei­den. Selbst bei klei­nen Web­sites hat jeder sei­ne eige­nen Ansprü­che und Prioritäten.

Über­le­ge Dir also genau, wor­auf Du Wert legst und was Dei­ne finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten sind. Dann fällt sich die Ent­schei­dung mehr oder weni­ger von selbst.

Schlusswort

Zum Abschluss lässt sich noch sagen, dass Dich womög­lich noch wei­te­re Hür­den und Kos­ten erwar­ten, die nur indi­rekt mit der Web­site zu tun haben: Wenn Du zum Bei­spiel jeman­den für Bild­be­ar­bei­tung oder das Desi­gnen von Logos brauchst, dann kos­tet das. Und wenn Du einen News­let­ter ver­sen­den willst, darfst Du hier mal wie­der flei­ßig Anbie­ter ver­glei­chen, ihre Ange­bo­te und Prei­se sowie die Anbin­dungs­mög­lich­kei­ten des News­let­ter­sys­tems an Dei­ne Web­site – also ob Dein Bau­kas­ten den von Dir gewähl­ten News­let­ter-Anbie­ter unter­stützt oder nicht; Wor­d­Press ist dage­gen sehr fle­xi­bel und unter­stützt mit den rich­ti­gen Plugins fast alles.

Außer­dem wird Dir auf­ge­fal­len sein, dass Dei­ne Mög­lich­kei­ten nicht nur von der Grö­ße Dei­nes Geld­beu­tels abhän­gig sind, son­dern vor allem von den Fähig­kei­ten und Kennt­nis­sen, die Du bereits mit­bringst oder zu ler­nen bereit bist. Selbst wenn Du ein­ma­lig eine üppi­ge­re Sum­me zahlst und den Auf­bau Dei­ner Web­site jemand ande­rem über­lässt, muss sie immer noch von jeman­dem gepflegt und auf dem aktu­el­len Stand gehal­ten wer­den. Es fal­len also monat­li­che War­tungs­kos­ten an – oder Du lernst ein gewis­ses Mini­mum, um eine bereits bestehen­de Web­site selbst „am Leben zu erhal­ten“. Es lohnt sich also auf jeden Fall, Dir Video-Anlei­tun­gen für die von Dir gewähl­ten oder zumin­dest ins Auge gefass­ten Sys­te­me anzu­se­hen. Selbst wenn es sich nur um anfän­ger­freund­li­che Bau­käs­ten han­delt, willst Du Dir doch sicher­lich ein Bild davon machen, wel­cher Bau­kas­ten am bes­ten zu Dir und Dei­nen tech­ni­schen und desi­gne­ri­schen Ansprü­chen passt. Sol­che Anlei­tun­gen gibt es im Inter­net zuhauf und kostenlos.

Vor allem aber:

Lass Dich von die­ser Flut von inhalt­li­chen, desi­gne­ri­schen, recht­li­chen und tech­ni­schen Ansprü­chen nicht überwältigen!

Rom wur­de nicht an einem Tag erbaut – und solan­ge Du an Dei­nem Vor­ha­ben fest­hältst und einen Schritt nach dem ande­ren machst, kommst auch Du als Autor ohne Web­de­sign-Erfah­rung zu Dei­ner pro­fes­sio­nel­len Website.

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