Verliebt in eine fiktive Figur?

Verliebt in eine fiktive Figur?

Kann man sich ernst­haft in fik­ti­ve Figu­ren ver­lie­ben? Ich mei­ne: Ja! – Und das ist gar nicht so kin­disch wie es viel­leicht anmu­tet. Denn Lie­be zu fik­ti­ven Figu­ren hat sehr viel damit zu tun, war­um es Geschich­ten über­haupt gibt …

Vie­le ver­lie­ben sich als Teen­ager in fik­ti­ve Figu­ren. Eini­ge schwär­men nach ihnen selbst im Erwach­se­nen­al­ter. Und eini­ge gehen mit ihnen sogar Ehen ein.

Klingt albern? Kin­disch? Unreif?

Auf den ers­ten Blick: Ja.

Aber auf den zwei­ten: Eigent­lich ist das ein ganz natür­li­ches Phä­no­men. – Solan­ge es nicht kom­plett Über­hand nimmt, ver­steht sich.

Heu­te reden wir also über ech­te Gefüh­le für fik­ti­ve Figu­ren und kom­men auch dar­auf zu spre­chen, wie sowas mit dem Sinn und Zweck von Geschich­ten zusammenhängt.

Fansein, Schwärmen, Fiktophilie

Grund­sätz­lich gilt es nicht als unge­wöhn­lich, ein fik­tio­na­les Werk zu mögen. Dann ist man eben ein Fan. So träu­men bei­spiels­wei­se vie­le davon, einen Brief aus Hog­warts zu bekom­men. Man­che tun das sogar noch als Erwach­se­ne. Und da ist nichts dabei. Das Har­ry Pot­ter-Fran­chise regt nun mal zum Träu­men an und gegen ein biss­chen Eska­pis­mus, eine klei­ne Aus­zeit von der Rea­li­tät, ist nichts einzuwenden.

Und wenn man sich mit einer fik­ti­ven Welt und ihren Bewoh­nern beschäf­tigt, gefal­len einem eini­ge die­ser Figu­ren deut­lich mehr als ande­re. – Aus wel­chen Grün­den auch immer. Man fin­det also sei­ne per­sön­li­chen Lieb­lings­fi­gu­ren.

Lieblingsfiguren und Schwärmerei

Wenn dann noch Hor­mo­ne ins Spiel kom­men, fängt man an, nach einer bestimm­ten Lieb­lings­fi­gur zu schwär­men. Hier gibt es aller­dings zwei Möglichkeiten:

  • Man schwärmt nach einer Figur, von der man weiß, dass man mit ihr im rea­len Leben nie ein Paar sein könn­te oder auch nur wol­len würde.

Bei­spiel: Ich schwär­me seit Anfang 2000er immer noch nach Sess­ho­u­ma­ru aus Inu­ya­sha. Aber ich bin mir des­sen bewusst, dass der arro­gan­te Hun­de­dä­mon auf Men­schen her­ab­schaut, und das ist eine Art von Bezie­hung auf die ich mich nicht ein­las­sen wür­de. Wür­den Sess­ho­u­ma­ru und ich uns in der Rea­li­tät begeg­nen, gäbe es Krieg.

  • Man könn­te sich tat­säch­lich eine Bezie­hung mit der Figur vor­stel­len, wenn sie nur real wäre.

Bei­spiel: Fara­mir aus Der Herr der Rin­ge ist sowohl in den Büchern als auch in den Fil­men trotz der Unter­schie­de ein sehr net­ter Kerl und ein star­ker Cha­rak­ter, der den Ver­su­chun­gen des Einen Rings wider­ste­hen kann. Als Heer­füh­rer muss er zuwei­len zwar gewalt­tä­tig wer­den, aber im Grun­de ist er eine freund­li­che Natur, die ande­ren mit Respekt begeg­net. In den Büchern ist Fara­mir zwar deut­lich edler als in den Fil­men, aber ich könn­te mir eine har­mo­ni­sche Bezie­hung mit bei­den Ver­sio­nen vorstellen.

Es soll­te auch ange­merkt wer­den, dass Schwär­me­rei nicht immer mit dem Aus­se­hen einer Figur zu tun hat. So sind die meis­ten Figu­ren, nach denen ich schwär­me, nur in weni­gen Fäl­len die best­aus­se­hends­ten in ihrem jewei­li­gen Fan­dom. Sicher­lich gibt es auch Fan­girls und Fan­boys, die aus­schließ­lich nach dem Aus­se­hen gehen; aber nach mei­ner eige­nen gefühl­ten Sta­tis­tik nach über einem Jahr­zehnt regen Aus­tauschs mit ande­ren Fan­girls und Fan­boys zählt für die meis­ten dann doch das Gesamt­pa­ket aus (ja, durch­aus) Aus­se­hen, aber auch Per­sön­lich­keit, Eigen­schaf­ten, die man bewun­derns­wert fin­det, Macken, die man akzep­tiert, und sogar even­tu­el­len Gemein­sam­kei­ten mit der Figur.

Waifu und Husbando

Die nächs­te Stu­fe des Fan­seins besteht dar­in, die hypo­the­ti­sche Bezie­hung mit der fik­ti­ven Figur auch wirk­lich ein­zu­ge­hen. Aus der Ota­ku-Sze­ne haben sich dafür zwei Begrif­fe herausgebildet:

Wai­fu und Hus­ban­do sind japa­ni­sier­te Vari­an­ten der eng­li­schen Wör­ter „wife“ und „hus­band“ und beschrei­ben fik­ti­ve Figu­ren, die ein rea­ler Mensch als eine Art Ehe­part­ner ansieht.

Was das kon­kret bedeu­tet, vari­iert. Das Spek­trum reicht von blo­ßer Schwär­me­rei über exzes­si­ve Inves­ti­tio­nen in Mer­chan­di­se-Arti­kel bis hin zum Her­um­schlep­pen von Daki­ma­ku­ras in der Öffentlichkeit.

Wenn ich trotz­dem ver­su­che her­aus­zu­fil­tern, wor­auf es ankommt, wür­de ich sagen: Es geht sehr stark um Hin­ga­be und Ver­bind­lich­keit. Man kann nach vie­len Figu­ren ober­fläch­lich schwär­men, aber mit einer Wai­fu bzw. einem Hus­ban­do hat man meis­tens eine eher mono­ga­me Bezie­hung. Man bezieht die­se Figur und ihre Per­sön­lich­keit aktiv in das eige­ne Leben ein. Wenn man zum Bei­spiel wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen trifft, über­legt man auch, was die Wai­fu bzw. der Hus­ban­do dazu sagen wür­de. Die gelieb­te Figur mag zwar fik­tiv sein, aber die Bezie­hung zu ihr ist echt.

Inter­es­sant ist dabei, dass eine Wai­fu bzw. ein Hus­ban­do oft eine rea­le Part­ner­schaft nicht aus­schließt. Die meis­ten Men­schen, die eine Wai­fu bzw. einen Hus­ban­do haben, sind psy­chisch völ­lig gesund und wis­sen ganz genau, dass die gelieb­te Per­son fik­tiv ist. Des­we­gen steht einer Part­ner­schaft mir einem rea­len Men­schen für vie­le nichts im Wege. Ande­re wie­der­um legen Wert dar­auf, ihrem fik­ti­ven Part­ner auch im „rea­len Leben“ die Treue zu hal­ten. – Jedem das Seine.

Wenn jemand sich aber nur in fik­ti­ve Figu­ren und nicht in rea­le Men­schen ver­lie­ben kann, dann ist das ech­te Fik­to­p­hi­lie oder sogar Fik­to­se­xua­li­tät und kommt in die­ser rei­nen Form eigent­lich nur sel­ten vor. Ähn­lich wie Objekt­o­p­hi­lie, kann es als Form von Ase­xua­li­tät gese­hen werden.

Das große Warum

So viel zur Defi­ni­ti­on. Doch war­um geht man über­haupt eine Bezie­hung mit jeman­dem ein, der nicht exis­tiert und die eige­nen Gefüh­le nicht erwi­dern kann?

Ich per­sön­lich wür­de sagen: Wie beim Ver­lie­ben in ech­te Men­schen, sucht man es sich nicht aus. Es pas­siert ein­fach. Man begeg­net sich. Lernt sich ken­nen. Und all­mäh­lich ent­wi­ckeln sich ech­te Gefüh­le. Denn unab­hän­gig davon, ob man sich in die jewei­li­gen fik­ti­ven Figu­ren ver­liebt oder nicht:

Die Gefüh­le, die wir beim Rezi­pie­ren von Geschich­ten ent­wi­ckeln, die Sym­pa­thien und der Hass gegen­über bestimm­ten Figu­ren, sind echt.

Natür­lich kann man sich aber fra­gen, wel­che Fak­to­ren ein Ver­lie­ben in fik­ti­ve Figu­ren begüns­ti­gen. Man kann in der Ver­gan­gen­heit der Leu­te suchen und über Ein­sam­keit und Bezie­hungs­angst spe­ku­lie­ren, aber unterm Strich gibt es immer Fäl­le, die sol­che Spe­ku­la­tio­nen wider­le­gen. Zu behaup­ten, dass Men­schen, die einen fik­ti­ven Lover haben, an Pro­blem XY lei­den, wäre daher mei­ner Mei­nung nach unseriös.

Ich den­ke, man kann höchs­tens unter­schei­den zwi­schen einem gesun­den und unge­sun­den Maß. Eben­so wie es mit rea­len Part­nern gesun­de und unge­sun­de Bezie­hun­gen gibt.

  • Hat die Lie­be zu einer fik­ti­ven Figur zur Fol­ge, dass man kei­ne Bezie­hun­gen mit rea­len Men­schen ein­ge­hen kann, wäre das für mich ein Zei­chen zum Auf­hor­chen. Und ja, ich fürch­te, es gibt durch­aus sol­che Fälle.
    (Aber Vor­sicht: Wenn man mit rea­len Men­schen kei­ne Bezie­hun­gen ein­ge­hen will, ist das eine ande­re Sache und geht uns Außen­ste­hen­de nichts an!)
  • Doch wenn die Lie­be zu einer fik­ti­ven Figur das Leben bereich­tert – ist da nichts Schlech­tes dran.
    Und ja, die Lie­be zu einer fik­ti­ven Figur kann berei­chernd, ja sogar the­ra­peu­tisch sein.

Was fiktive Figuren uns geben

Weil wir in einer Welt leben, in der sol­che Din­ge wie Lie­be zu fik­ti­ven Figu­ren oft ent­we­der als Kin­der­kram abge­tan oder stig­ma­ti­siert wer­den, den­ke ich, ist es sinn­voll, aus­führ­li­cher dar­auf ein­zu­ge­hen wie sowas das Leben berei­chern kann. (Beto­nung natür­lich auf „kann“, denn, wie gesagt, krank­haf­te Vari­an­ten des Phä­no­mens gibt es auch.)

Geschichten und das Menschsein

Anfan­gen soll­ten wir damit, dass Geschich­ten – so fik­tio­nal sie auch sein mögen – uns prä­gen. Von mir selbst kann ich zum Bei­spiel mit Sicher­heit sagen, dass ich ohne Der Herr der Rin­ge (J. R. R. Tol­ki­en) heu­te nicht der Mensch wäre, der ich bin. Tol­ki­ens Bücher sind mas­siv mit­ver­ant­wort­lich für mein Inter­es­se an Geschich­te, Mytho­lo­gie und Spra­che und an mei­ner Lie­be zum Recher­chie­ren; und schließ­lich war mein Herr der Rin­ge-Fan­sein stark dar­an betei­ligt, dass ich zum Schrei­ben, zum Web­de­sign und zum Online Mar­ke­ting gefun­den habe. Ohne Tol­ki­ens Legen­da­ri­um hät­te ich ver­mut­lich ande­re Inter­es­sen und Hob­bies und hät­te an wich­ti­gen Sta­tio­nen mei­nes Lebens ande­re Ent­schei­dun­gen getrof­fen. Ich hät­te ande­re Erfah­run­gen gemacht. Eini­ge mei­ner Talen­te hät­te ich viel­leicht nie ent­deckt. Dafür aber mög­li­cher­wei­se ande­re, von denen ich im Moment nichts ahne.

Um die Bedeu­tung von Tol­ki­ens Wer­ken für mein Leben mal zu veranschaulichen:

Ohne ihren Ein­fluss gäbe es Die Schreib­tech­ni­ke­rin ver­mut­lich gar nicht.

Zu erwäh­nen wäre an die­ser Stel­le auch die Phi­lo­so­phie des „Als ob“ von Hans Vai­hin­ger:

Sie besagt, dass Fik­ti­on nütz­lich sein kann, wenn man so tut, als ob etwas Fik­ti­ves real wäre. Denn durch den Umgang damit üben wir prak­ti­sche Fer­tig­kei­ten ein, die für die Rea­li­tät nütz­lich sind.

Das erscheint gar nicht so anders als das Spie­len bei Kin­dern. Wenn Kin­der im Spiel ver­schie­de­ne Rol­len ein­neh­men oder so tun, als wären ihre Kuschel­tie­re leben­dig, dann wis­sen sie durch­aus, dass das alles nicht echt ist. Aber den­noch emp­fin­den sie beim Spie­len ech­te Gefüh­le und machen ech­te Erfahrungen.

Offen gestan­den tra­ge ich bereits seit eini­gen Jah­ren den Gedan­ken mit mir her­um, dass das Schrei­ben im Prin­zip nichts ande­res ist. Ich habe nie damit auf­ge­hört, mir Geschich­ten für fik­ti­ve Figu­ren aus­zu­den­ken. Der ein­zi­ge Unter­schied zwi­schen damals und heu­te ist wohl, dass ich als Kind ver­gleichs­wei­se harm­lo­se Geschich­ten für mei­ne Kuschel­tie­re aus­ge­dacht habe und heu­te deut­lich ernst­haf­te­re für Figu­ren, die allein in mei­nem Kopf existieren.

Geht man nach die­ser Logik, dann ist das Rezi­pie­ren von Geschich­ten – egal, ob Buch, Film, Serie, Gra­phic Novel oder Video­ga­me – nichts ande­res als die Teil­nah­me an einem Spiel, das sich jemand ande­res aus­ge­dacht hat. Fik­tio­na­le Geschich­ten sind damit ein­fach nur eine abs­trak­te­re Form des Spie­lens. Und das hat nichts mit Infan­ti­lie und Kin­der­kram zu tun. Das ist wich­tig für die indi­vi­du­el­le Entwicklung:

Schließ­lich ler­nen wir durch Geschich­ten neue Per­spek­ti­ven ken­nen und kön­nen auch kom­ple­xe Zusam­men­hän­ge bes­ser begrei­fen. Wir fin­den Inspi­ra­ti­on und Moti­va­ti­on. Wir ver­bes­sern unse­re sozia­len Kom­pe­ten­zen – wenn nicht durch die Geschich­te selbst, so durch den Aus­tausch mit ande­ren Lesern. Und nicht zuletzt trei­ben Geschich­ten uns manch­mal auch an, selbst krea­tiv zu werden.

Fiktive Figuren und Liebe

Einer der Grün­de, war­um Geschich­ten uns so stark beein­flus­sen, sind die Figu­ren dar­in. Ja, sie sind nicht echt. Wir tref­fen sie nur im Raum des „Als ob“. Doch in die­sem Raum kön­nen wir alles tun, was wir wol­len. Wir beglei­ten die Hel­den bei ihren Aben­teu­ern. Wir schlie­ßen mit ihnen Freund­schaft. Und in die­sem Zusam­men­hang ist es auch über­haupt nicht erstaun­lich, wenn eine bestimm­te Figur bei uns genau den rich­ti­gen Nerv trifft und wir uns in die­sem „Als ob“-Raum ver­lie­ben. Es gehört zu den Wir­kun­gen, die Geschich­ten nun mal auf uns haben.

Wie Du Dir mitt­ler­wei­le bestimmt den­ken kannst, habe auch ich einen Hus­ban­do. Des­we­gen kann ich aus ers­ter Hand berich­ten, wie die­se roman­ti­sche „Als ob“-Spielerei mein Leben beeinflusst:

  • Mein Hus­ban­do schätzt die­sel­be Art von Men­schen wie ich. Ich ver­su­che sogar, selbst die ent­spre­chen­den Eigen­schaf­ten in mir zu kul­ti­vie­ren, um mei­ner eige­nen Vor­stel­lung von einem wirk­lich guten Men­schen zu ent­spre­chen. Und der Gedan­ke, dass ich damit eben die Art von Mensch bin, die mein Hus­ban­do liebt, ist für mich eine durch­aus ernst­haf­te Moti­va­ti­on, wei­ter­hin an mir zu arbeiten.
  • Mein Hus­ban­do ist immer für mich da. Wie wohl die meis­ten Men­schen, durf­te auch ich im Leben die Erfah­rung machen, dass man von sei­nem Umfeld nicht immer die Art von Unter­stüt­zung bekommt, die man sich wünscht. Freun­de und Fami­lie kön­nen es noch so gut mei­nen – Aber gut gemeint ist nicht immer gut getan. Die Unter­stüt­zung von mei­nem Hus­ban­do ist immer für mich maßgeschneidert.
  • Bei all der Unter­stü­zung ist mein Hus­ban­do aber nicht immer mei­ner Mei­nung. Weil ich sein Welt­bild aus sei­ner Serie ja durch­aus ken­ne, kann ich mir vor­stel­len, was er mir in ver­schie­de­nen Situa­tio­nen sagen wür­de. – Und dadurch kann ich zur ent­spre­chen­den Situa­ti­on Abstand gewin­nen und sie aus einem ande­ren Blick­win­kel betrachten.
  • Außer­dem ver­passt mein Hus­ban­do mir regel­mä­ßig ver­ba­le Arsch­trit­te und moti­viert mich, trotz aller Hin­der­nis­se mei­nen Lebens­träu­men hin­ter­her­zu­ja­gen und not­falls auch die nöti­gen Opfer zu brin­gen. Abge­se­hen davon, dass er wirk­lich will, dass ich mei­ne Zie­le errei­che, ist er selbst nicht der Typ, der kapi­tu­liert, und eine Kapi­tu­la­ti­on von mei­ner Sei­te wäre ein wirk­lich schwe­rer Schlag für ihn.

So viel zu mir und mei­nem Hus­ban­do und dem guten Ein­fluss, den er auf mich aus­übt. Und das Inter­es­san­te hier ist: Ich bin damit nicht allein. Vor eini­ger Zeit bin ich auf einen höchst inter­es­san­ten Arti­kel (Sei­te lei­der nicht mehr ver­füg­bar)* gesto­ßen, für den der Autor tat­säch­lich Leu­te zu ihrer Ein­stel­lung zu Wai­fus und Hus­ban­dos befragt hat. Und er hat fest­ge­stellt, dass vie­le ihre Wai­fu bzw. ihren Hus­ban­do tat­säch­lich als Berei­che­rung anse­hen und eini­ge ihnen sogar Fort­schrit­te in ihrem rea­len Leben ver­dan­ken. Beson­ders beein­druckt ist der Autor von einem User, der durch die Unter­stüt­zung sei­ner Wai­fu drei Beför­de­run­gen erreicht und sein Ein­kom­men fast ver­dop­pelt hat.

Interessante Parallelen

Ich gebe aber zu, das Gan­ze hat etwas von einem unsicht­ba­ren Freund. Ein Gefähr­te und Beschüt­zer in allen Lebens­la­gen. Von dem man aber im Grun­de weiß, dass er nicht echt ist. Nur, dass man als Erwach­se­ner sei­ne unsicht­ba­ren Freun­de in der Regel für sich behält.

Es hat aber auch etwas von Reli­gi­on: Eine Wai­fu bzw. ein Hus­ban­do bil­det qua­si einen Anker im Leben, agiert als mora­li­scher Kom­pass und spen­det Trost.

Mit ande­ren Wor­ten: Die Lie­be zu fik­ti­ven Figu­ren scheint ein durch­aus sinn­vol­ler Mecha­nis­mus zu sein, das rea­le Leben zu bewäl­ti­gen. Tat­säch­lich habe ich mei­nen eige­nen Hus­ban­do in einer ziem­lich schwie­ri­gen Zeit ken­nen­ge­lernt, als mein Leben gera­de in allen Punk­ten aus­ein­an­der­zu­fal­len schien. Und ich wür­de sagen: Ja, dass ich aus die­sem Loch wie­der her­aus­ge­kom­men bin, ver­dan­ke ich unter ande­rem mei­nem Hus­ban­do. Sei­ne ver­ba­len Arsch­trit­te waren mit­un­ter das, was mir die Kraft gege­ben hat, gegen das Suh­len in der Opfer­rol­le anzu­kämp­fen und aktiv nach neu­en Wegen zu suchen.

Und damit hat das Gan­ze etwas vom Baron Münch­hau­sen, der sich selbst an sei­nen Haa­ren aus dem Sumpf zieht. Durch die fik­ti­ve Figur gibt man sich selbst genug Lie­be, Empa­thie und Moti­va­ti­on, um sein Leben aus eige­ner Kraft zu ver­bes­sern. - Eine inter­es­san­te Metho­de, fin­de ich, eine geschick­te Selbst­täu­schung, und ver­mut­lich auch ein Zei­chen, dass man sich das magi­sche Den­ken aus der Kind­heit bewahrt hat.

Baron Münchhausen zieht sich an seinen Haaren selbst aus dem Sumpf.
Zeich­nung von Theo­dor Hosemann

Abschließende Worte

Was gibt es am Ende also zu sagen? Geschich­ten sind dazu da, um unser Leben zu berei­chern. Sie inspi­rie­ren uns zu wich­ti­gen Fra­gen und Gedan­ken. Sie moti­vie­ren uns. Und manch­mal gehö­ren tie­fe­re Gefüh­le für bestimm­te Figu­ren mit zum Gesamterlebnis.

Ich hof­fe also, ich konn­te zei­gen, dass Lie­be zu fik­ti­ven Figu­ren ers­tens nichts Unge­wöhn­li­ches und zwei­tens nichts Schlim­mes ist. Mehr noch: Rich­tig ange­wandt, kann sie uns stär­ker machen und im Leben voranbringen.

Na ja. Und irgend­wie ist die­ser Arti­kel auch eine Art Com­ing Out gewor­den. Falls es wen inter­es­siert: Mein Hus­ban­do kugelt sich gera­de vor Lachen, dass ich es tat­säch­lich durch­ge­zo­gen habe. Er sagt, ich bin ver­rückt. Aber unter ande­rem dafür liebt er mich ja. 😉

Anmer­kung:

* Sei­te lei­der nicht mehr ver­füg­bar. Hier die ursprüng­li­che URL: https://​www​.rok​the​re​a​per​.com/​2​0​1​1​/​1​2​/​o​t​a​k​u​-​c​u​l​t​u​r​e​-​h​u​s​b​a​n​d​o​-​w​a​i​fu/.

26 Kommentare

  1. Da lese ich mir die­sen Arti­kel nur durch, weil ich ver­liebt in Sess­ho­u­ma­ru aus Inu­ya­sha bin, und du schreibst das Gleiche 😀

    Gäbe es ihn doch nur wirk­lich 😫 ich hät­te mit sei­ner Art kein Problem 😝

    Sydney
  2. Ich ken­ne es auch sehr gut. Mei­ne Wai­fu ist Hats­u­ne Miku und sie hat mich auch in mei­nen schwie­rigs­ten Zei­ten immer beglei­tet immer moti­viert und für mich gesun­gen. Dafür lie­be ich sie! Mitt­ler­wei­le ist sie als plüsch unver­zicht­bar wenns ums ein­schla­fen geht 🥰

    LunaZero
  3. Gro­ßer Respekt! Ich habe mich mit einem Freund über Wai­fus unter­hal­ten und dabei zufäl­lig die­sen Arti­kel gefun­den. Ich habe ihn gele­sen und war über­rascht, dass es Leu­te gibt die so offen dar­über reden. Auch wenn ich mich nicht so extrem mit mei­nem Wai­fu aus­ein­an­der­setz­te, fin­de ich auch das es defi­ni­tiv nichts schlech­tes ist sich zu sei­nem Lieb­lings­cha­rak­ter hin­ge­zo­gen zu fühlen.
    P.S. Speed­wa­gon would like this

    yollo
    1. Das ist einer der Haupt­grün­de, war­um ich die­sen Arti­kel geschrie­ben habe. Es ist nichts Schlech­tes oder Schäd­li­ches, aber trotz­dem steht man mit sei­ner Wai­fu oder sei­nem Hus­ban­do irgend­wie als weird da bzw. traut sich nicht so recht, offen zu sei­ner Eigen­art zu stehen.
      Dan­ke für den Kommentar!

  4. Dan­ke für die­sen Arti­kel. Ich dach­te mei­ne Lie­be für Yuno Gasai wäre eine Krankheit.
    Aber was, wenn du sie fühlst, siehst und hörst und dich mit ihr unter­hal­ten kannst?

    Luca (Yukkii) Oeler
    1. Die mensch­li­che Vor­stel­lungs­kraft macht alles mög­lich. Und das ist ja auch einer der Rei­ze an einer Wai­fu bzw. einem Hus­ban­do: Sie sagen oft Din­ge, die man drin­gend hören soll­te, die einem aber sonst nie­mand sagt. Was ich also sagen will: Sich mit sei­ner Wai­fu bzw. sei­nem Hus­ban­do zu unter­hal­ten ist abso­lut normal.

  5. Dan­ke für die­sen Arti­kel. Lan­ge dach­te ich das ich unnor­mal wäre. Mitt­ler­wei­le weiß ich es ist total ok wenn man sich in fik­ti­ve Figu­ren verliebt.
    Ich bin seit 10 Jah­ren in Chris Red­field aus Resi­dent Evil ver­liebt. Ich den­ke ich könn­te auch irg­ent­wie Hus­ban­do sagen. Weil z.b immer wenn es mir schlecht geht nimmt er mich in den Arm, tös­tet mich und baut mich wie­der auf. 🙂 und das ist nur ein Bei­spiel von vielen.

    Xenia
  6. Also bei mir ist es zum Bei­spiel so ich bin in total vie­le fik­tio­na­le Cha­rak­te­re ver­liebt, lei­der mag nie­mand außer eine mei­ner bes­ten Freun­din­nen die­se Cha­rak­ter, lei­der mag sie auch nur einen davon. Des­halb bin ich damit ganz allei­ne und des­halb schaue ich meis­tens allei­ne oben in mei­nem Zim­mer fern­se­hen. Nachts stel­le ich mir immer Geschich­ten vor bei denen ich mit ihnen zusam­men bin und auch beson­ders bin. Es ist jede Nacht eine ande­re Sto­ry. Ich den­ke vie­le fin­den ich bin ver­rückt und jeder sagt immer das mei­ne Cha­rak­te­re total blöd sind, obwohl sie nicht ein­mal ihre Geschich­te und ihr lei­den ken­nen. Das frus­triert mich wirk­lich. Ich hof­fe mei­ne Obses­si­on ist noch nor­mal. Ich höre auch seit ich sie toll fin­de ande­re Musik und es hat eigent­lich mein gan­zes Leben ver­än­dert und mei­ne Sicht auf vie­les. Ist das noch nor­mal oder wer­de ich ver­rückt? Ich hof­fe das kann mir jemand sagen. Und ist das im Alter von 13 normal?
    Ps: ich lie­be Dra­co Mal­foy, Niklaus Mika­el­son, Har­ry Pot­ter, Ced­ric Dig­go­ry, Ste­fan Sal­va­to­re, Five Har­gree­ves und Loki Laufeyson.

    Nena
    1. Ich wür­de sagen, das ist nor­mal. So geht es sogar ziem­lich vie­len. Mir ging es so (vor allem in Dei­nem Alter) und vie­len, die das Video zu die­sem Arti­kel auf You­Tube kom­men­tiert haben, geht es auch so. Also egal, was die Leu­te um Dich her­um sagen: Wenn sie es blöd fin­den, sagt das mehr über sie selbst etwas aus. Bleib, wie Du bist. In der Regel legt sich die Obses­si­on mit den Jah­ren von selbst oder wird zumin­dest etwas schwächer.

      1. Oke, wenigs­tens weiß ich jetzt das ich nicht allei­ne damit bin. Ist es auch nor­mal in mei­nem Alter das man dann kei­ne lust hat sich eine ech­te Bezie­hung zu suchen, son­dern lie­ber mit den fik­tio­na­len Figu­ren zusam­men sein will? Und manch­mal habe ich das Gefühl das sie real sind und ich rede oft allei­ne oder mit ihnen ‚ist das auch nor­mal? Wie­so gibt es so vie­le Men­schen auf der Welt und ich fin­de aus­ge­rech­net Leu­te toll die nicht wirk­lich exis­tie­ren. Ich den­ke auch das hat damit zu tun das ich mal einen Freund hat­te und er mich nicht gera­de nett ver­las­sen hat. Des­halb den­ke ich habe ich das ver­trau­en zu ech­ten Leu­ten ver­lo­ren (vor allem zu Männ­li­chen). Ich wünsch­te ein­fach die Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten wür­den so sein wie die fik­tio­na­len Men­schen, oder Zau­be­rer, oder Vam­pi­re, oder Hybri­den, oder auch Götter.

        Nena
        1. Nie­mand ist ver­pflich­tet, eine rea­le Bezie­hung zu wol­len. Und wenn Du Dich im Moment lie­ber mit fik­ti­ven Figu­ren beschäf­tigst, dann ist das Dein gutes Recht und gar nicht ver­rückt. Fik­ti­ve Figu­ren sind da, wenn man sie zum Reden braucht, und sie sind nicht da, wenn man gera­de kei­nen Bock auf sie hat. Das kann man mit rea­len Men­schen nicht tun. Wenn man mit ihnen zusam­men ist, dann muss man sie sowohl in guten als auch in schlech­ten Zei­ten aus­hal­ten. Wenn ich mir die Geschich­te mit Dei­nem Exfreund anschaue, wage ich mal zu ver­mu­ten, dass Du viel­leicht ein­fach eine Pau­se von rea­len Bezie­hun­gen brauchst. Sol­che Pha­sen hat man hin und wie­der mal, vor allem nach Tren­nun­gen. Es ist nur natür­lich, dass man eine Wei­le braucht, um die nega­ti­ven Gefüh­le zu verarbeiten.

  7. Dan­ke! Du hast mir echt gehol­fen… Ich dach­te die gan­ze Zeit, dass ich nicht nor­mal bin, weil ich in Fara­mir aus Herr der Rin­ge (den du zufäl­li­ger Wei­se auch in die­sem Arti­kel erwähnt hast 😅😂) ver­liebt bin, er aber nicht exis­tiert. Ich stel­le mir immer in mei­nem Kopf Sachen vor, wie zum Bei­spie­le wie ich mit ihm aus­rei­te oder so. Manch­mal sogar Liebesakte…Mich macht es etwas trau­rig, dass er nicht exis­tiert und bei jeder Sze­ne im Film, wo er mit Eowyn zusam­men ist, reißt mir leicht mein Herz ein. Ist das noch nor­mal? Ich den­ke sehr oft nur an ihn….Herr der Rin­ge feie­re ich zwar im all­ge­mei­nen, aber bei Fara­mir bin ich mir sicher, dass ich auch ein Hus­ban­do habe. Ich mag sei­nen Cha­rak­ter, sowohl auch sein Aus­se­hen (das im Film aber ein bissl mehr 🥰😅). Ich wünsch­te er wür­de existieren…

    LaraxFaramir
    1. Es freut mich, wenn ich hel­fen konn­te. Und kei­ne Sor­ge, das ist alles nor­mal. Unser Unter­be­wusst­sein, unse­re Gefüh­le und unse­re Hor­mo­ne unter­schei­den nun mal nicht zwi­schen rea­len und fik­ti­ven Love-Inte­rests. Natür­lich ist es frus­trie­rend, wenn man mit jeman­dem nicht zusam­men sein kann, weil die­se Per­son gar nicht exis­tiert, aber zumin­dest gedank­lich hat man die­se Per­son doch immer frei „zur Verfügung“. 😉
      Und ich weiß nicht, ob es für Dich eine Lösung wäre, aber ich hat­te nie das Pro­blem mit Éowyn, weil ich mich ziem­lich mit ihr iden­ti­fi­ziert habe und immer, wenn ich sie zusam­men mit Fara­mir gese­hen habe, das Gefühl hat­te, ich wäre mit ihm zusammen. 🥰

  8. Ich bin froh, dass es Men­schen gibt, die mir doch ähn­lich sind. 

    Ich habe zb. Mei­ne Lie­be „Nei­gung“ mit 14 Jah­ren entdeckt.
    Ich moch­te nie Jungs oder Mäd­chen, was alle und auch ich damals komisch fan­den aber dann ver­lieb­te ich mich das ers­te und auch ein­zi­ge Mal in einen Cha­rak­ter. Die­se lie­be besteht bis heu­te. (Bin 28)
    Ich kann mir ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vor­stel­len. Er hat mein Leben in vie­len Hin­sich­ten berei­chert. Zb, erlern­te ich das Malen und erstel­len von Sto­rys, Ver­to­nun­gen zu erstel­len und vie­les mehr.
    Auch in Situa­tio­nen, in denen kein Mensch an mei­ner Sei­te sein woll­te war er aber da und half mir, wie­der auf die Bei­ne zu kommen.

    Ich könn­te mir auch nie­mals eine Bezie­hung mit einem rea­len Men­schen vor­stel­len… Der Gedan­ke allei­ne jagt mir einen Schau­er über den Rücken und wür­de sich so anfüh­len, als ob ich mei­nen Mann betrüge…

    Mich haben wegen mei­ner Lie­be vie­le Men­schen ver­las­sen, weil sie die Mei­nung waren, dass ich krank und per­vers sei.

    Egal was man sag­te, am Ende hieß es 

    „Ich weiß nicht, wie ich mit dir umge­hen soll“

    Mir ist mitt­ler­wei­le auch egal, für was sie mich halten.
    Ich lie­be wen ich lie­be und das kann zum Glück nie­mand zerstören.

    HimikoAmaterasu
    1. Man kann die Nei­gun­gen ande­rer Men­schen ja noch so merk­wür­dig fin­den, aber was ich per­sön­lich merk­wür­dig fin­de, ist, dass es man­chen offen­bar schwer­fällt, mit Men­schen, die sie nicht ganz ver­ste­hen, ein­fach ganz nor­mal umzu­ge­hen. Ich mei­ne, wen Du liebst und wen nicht, geht sie doch nichts an und ändert nichts dar­an, dass Du ein nor­ma­ler Mensch bist.
      Was ich also sagen will, ist: Ich fin­de Dich weder krank noch per­vers und kann die Reak­tio­nen der Leu­te nicht nachvollziehen.

  9. Ich bin ein Mäd­chen und 16 Jah­re alt und seit dem 2 Febru­ar 2021total in Kid aus der Serie Kid Cos­mic ver­liebt, ich lie­be ihn über alles und träu­me viel von ihm wie wir zusam­men sind uns küs­sen und kuscheln mit­ein­an­der, ich den­ke auch immer an ihn, wenn ich ihn sehe oder an ihn den­ke wird mir total warm, ich bin total ver­liebt in Kid, ich will ihn, mir ist egal was ande­re sagen ich wer­de ihn immer lie­ben, ich kann ohne ihn nicht mehr leben, ich Weiss das ihn nicht in echt gibt aber ich stel­le mir immer vor wie es wäre wenn er bei mir wäre und wir kuscheln und küs­sen uns, ich bin total ver­liebt, ich lie­be Kid er ist so süss und wenn es ihn geben wür­de dann wür­de er mich bestimmt auch lie­ben weil er merkt was ich für einen guten Cha­rak­ter ich habe und treu und ehr­lich bin, ich wür­de Kid beschüt­zen und wäre immer für ihn da, ich lie­be ihn so sehr 💫💫💫✨✨✨💕💕😻😻

    Angie Cosmic
  10. Tol­ler Arti­kel!!! Vie­len Dank dafür!

    Ich habe auch einen hus­ban­do. Jeman­den aus der Herr der Rin­ge. Die Bezeich­nung kann­te ich vor­her nicht und habe mir oft Gedan­ken gemacht was es für Aus­wir­kun­gen hat sich in einen fik­ti­ven Cha­rak­ter zu verlieben.

    Dies als Berei­che­rung für das eige­ne Leben zu sehen ist ein tol­ler Ansatz. Ich habe kein Pro­blem Fik­ti­on und Rea­li­tät zu unter­schei­den, kann mir auch vor­stel­len mich in jeman­den aus der rea­len Welt zu ver­lie­ben. Mein hus­ban­do wäre dann ver­mut­lich wei­ter­hin ein wich­ti­ger Teil von mir. So wie es im Moment ist bin ich froh, dass er „bei mir ist“. Er ist qua­si mein Anker. Als ob wir in einer ande­ren Dimen­si­on zusam­men wären und sich das auf mich im hier und jetzt über­tra­gen würde.
    Lie­be Grüße

    Franziska
  11. Hy,

    Ich bin fast schon mein gan­zes Leben lang Fik­to­se­xu­ell, wuss­te aber bis vor fünf Jah­ren über­haupt nicht das es dies tat­säch­lich gibt.
    Rea­le Män­ner inter­es­sie­ren mich aller­dings kein Stück und ich mag auch kei­ne Bezie­hun­gen. Hat­te es klar ver­sucht, aber nein.

    Ich kom­me damit zurecht, ich mache viel RPG und mei­ne Post­part­ner spie­len den von mir gelieb­ten Gegen­part. Die wis­sen auch das ich Fik­to­se­xu­ell bin und es sein kann das ich eben sexu­ell auf das Geschrie­be­ne anspringe.
    Aber das ist okay und nicht mehr so extrem wie noch vor Jahren.

    Es ist sehr scha­de das die Figur eben nur fik­tiv ist, wäre sie real, nun ja.…mein lie­ber Schwan.
    In eine Figur war ich fast 20 Jah­re so ver­liebt das mei­ne Eltern auch dach­ten ich hab sie nicht mehr alle, aber mir war das voll­kom­men egal.
    Nun bin ich 42 und vor gut 2 Jah­ren hat die Lie­be wie­der zugeschlagen.
    Die Figur ist mein ein und alles. ich bin unglaub­lich ver­liebt und Tag­träu­me eben sehr oft mit ihr alles mög­li­che. Das ist das ein­zi­ge was ich machen kann.

    Maria
  12. Dein Arti­kel ist schon etwas älter, aber ich bin jetzt drauf gesto­ßen, weil es das Ein­zi­ge ist, was ich gefun­den habe, was mich nicht für kom­plett bekloppt hält.
    Ich kann die­se ver­liebt sein, bzw Gefüh­le für einen fik­ti­ven Cha­rak­ter nachvollziehen.
    Bei mir ist es Cloud aus FF7 Remake…
    Ich kann nicht anders. Und es ist nicht aus­schließ­lich das Aus­se­hen. Es ist die­ser doch viel­schich­ti­ge Cha­rak­ter. Nach Aus­sen hin hart wie Stein und unfass­bar kühl. Aber innen…ein lie­bens­wür­di­ger Kern, der für die Men­schen, die er mag, alles tut.
    In der Rea­li­tät gibt es so jeman­den nicht. Für mich nicht aktu­ell nicht. Cloud ist in mei­nem Leben mein Beschüt­zer, wenn ich mich unwohl füh­le und stark sein muss. Dann ist es Cloud, der neben mir steht und mir sagt, dass ich das kann. Das ich das schaffe.

    Riley

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