Verliebt in eine fiktive Figur?

Verliebt in eine fiktive Figur?

Kann man sich ernsthaft in fiktive Figuren verlieben? Ich meine: Ja! – Und das ist gar nicht so kindisch wie es vielleicht anmutet. Denn Liebe zu fiktiven Figuren hat sehr viel damit zu tun, warum es Geschichten überhaupt gibt …

Viele verlieben sich als Teenager in fiktive Figuren. Einige schwärmen nach ihnen selbst im Erwachsenenalter. Und einige gehen mit ihnen sogar Ehen ein.

Klingt albern? Kindisch? Unreif?

Auf den ersten Blick: Ja.

Aber auf den zweiten: Eigentlich ist das ein ganz natürliches Phänomen. – Solange es nicht komplett Überhand nimmt, versteht sich.

Heute reden wir also über echte Gefühle für fiktive Figuren und kommen auch darauf zu sprechen, wie sowas mit dem Sinn und Zweck von Geschichten zusammenhängt.

Fansein, Schwärmen, Fiktophilie

Grundsätzlich gilt es nicht als ungewöhnlich, ein fiktionales Werk zu mögen. Dann ist man eben ein Fan. So träumen beispielsweise viele davon, einen Brief aus Hogwarts zu bekommen. Manche tun das sogar noch als Erwachsene. Und da ist nichts dabei. Das Harry Potter-Franchise regt nun mal zum Träumen an und gegen ein bisschen Eskapismus, eine kleine Auszeit von der Realität, ist nichts einzuwenden.

Und wenn man sich mit einer fiktiven Welt und ihren Bewohnern beschäftigt, gefallen einem einige dieser Figuren deutlich mehr als andere. – Aus welchen Gründen auch immer. Man findet also seine persönlichen Lieblingsfiguren.

Lieblingsfiguren und Schwärmerei

Wenn dann noch Hormone ins Spiel kommen, fängt man an, nach einer bestimmten Lieblingsfigur zu schwärmen. Hier gibt es allerdings zwei Möglichkeiten:

  • Man schwärmt nach einer Figur, von der man weiß, dass man mit ihr im realen Leben nie ein Paar sein könnte oder auch nur wollen würde.

Beispiel: Ich schwärme seit Anfang 2000er immer noch nach Sesshoumaru aus Inuyasha. Aber ich bin mir dessen bewusst, dass der arrogante Hundedämon auf Menschen herabschaut, und das ist eine Art von Beziehung auf die ich mich nicht einlassen würde. Würden Sesshoumaru und ich uns in der Realität begegnen, gäbe es Krieg.

  • Man könnte sich tatsächlich eine Beziehung mit der Figur vorstellen, wenn sie nur real wäre.

Beispiel: Faramir aus Der Herr der Ringe ist sowohl in den Büchern als auch in den Filmen trotz der Unterschiede ein sehr netter Kerl und ein starker Charakter, der den Versuchungen des Einen Rings widerstehen kann. Als Heerführer muss er zuweilen zwar gewalttätig werden, aber im Grunde ist er eine freundliche Natur, die anderen mit Respekt begegnet. In den Büchern ist Faramir zwar deutlich edler als in den Filmen, aber ich könnte mir eine harmonische Beziehung mit beiden Versionen vorstellen.

Es sollte auch angemerkt werden, dass Schwärmerei nicht immer mit dem Aussehen einer Figur zu tun hat. So sind die meisten Figuren, nach denen ich schwärme, nur in wenigen Fällen die bestaussehendsten in ihrem jeweiligen Fandom. Sicherlich gibt es auch Fangirls und Fanboys, die ausschließlich nach dem Aussehen gehen; aber nach meiner eigenen gefühlten Statistik nach über einem Jahrzehnt regen Austauschs mit anderen Fangirls und Fanboys zählt für die meisten dann doch das Gesamtpaket aus (ja, durchaus) Aussehen, aber auch Persönlichkeit, Eigenschaften, die man bewundernswert findet, Macken, die man akzeptiert, und sogar eventuellen Gemeinsamkeiten mit der Figur.

Waifu und Husbando

Die nächste Stufe des Fanseins besteht darin, die hypothetische Beziehung mit der fiktiven Figur auch wirklich einzugehen. Aus der Otaku-Szene haben sich dafür zwei Begriffe herausgebildet:

Waifu und Husbando sind japanisierte Varianten der englischen Wörter „wife“ und „husband“ und beschreiben fiktive Figuren, die ein realer Mensch als eine Art Ehepartner ansieht.

Was das konkret bedeutet, variiert. Das Spektrum reicht von bloßer Schwärmerei über exzessive Investitionen in Merchandise-Artikel bis hin zum Herumschleppen von Dakimakuras in der Öffentlichkeit.

Wenn ich trotzdem versuche herauszufiltern, worauf es ankommt, würde ich sagen: Es geht sehr stark um Hingabe und Verbindlichkeit. Man kann nach vielen Figuren oberflächlich schwärmen, aber mit einer Waifu bzw. einem Husbando hat man meistens eine eher monogame Beziehung. Man bezieht diese Figur und ihre Persönlichkeit aktiv in das eigene Leben ein. Wenn man zum Beispiel wichtige Entscheidungen trifft, überlegt man auch, was die Waifu bzw. der Husbando dazu sagen würde. Die geliebte Figur mag zwar fiktiv sein, aber die Beziehung zu ihr ist echt.

Interessant ist dabei, dass eine Waifu bzw. ein Husbando oft eine reale Partnerschaft nicht ausschließt. Die meisten Menschen, die eine Waifu bzw. einen Husbando haben, sind psychisch völlig gesund und wissen ganz genau, dass die geliebte Person fiktiv ist. Deswegen steht einer Partnerschaft mir einem realen Menschen für viele nichts im Wege. Andere wiederum legen Wert darauf, ihrem fiktiven Partner auch im „realen Leben“ die Treue zu halten. – Jedem das Seine.

Wenn jemand sich aber nur in fiktive Figuren und nicht in reale Menschen verlieben kann, dann ist das echte Fiktophilie oder sogar Fiktosexualität und kommt in dieser reinen Form eigentlich nur selten vor. Ähnlich wie Objektophilie, kann es als Form von Asexualität gesehen werden.

Das große Warum

So viel zur Definition. Doch warum geht man überhaupt eine Beziehung mit jemandem ein, der nicht existiert und die eigenen Gefühle nicht erwidern kann?

Ich persönlich würde sagen: Wie beim Verlieben in echte Menschen, sucht man es sich nicht aus. Es passiert einfach. Man begegnet sich. Lernt sich kennen. Und allmählich entwickeln sich echte Gefühle. Denn unabhängig davon, ob man sich in die jeweiligen fiktiven Figuren verliebt oder nicht:

Die Gefühle, die wir beim Rezipieren von Geschichten entwickeln, die Sympathien und der Hass gegenüber bestimmten Figuren, sind echt.

Natürlich kann man sich aber fragen, welche Faktoren ein Verlieben in fiktive Figuren begünstigen. Man kann in der Vergangenheit der Leute suchen und über Einsamkeit und Beziehungsangst spekulieren, aber unterm Strich gibt es immer Fälle, die solche Spekulationen widerlegen. Zu behaupten, dass Menschen, die einen fiktiven Lover haben, an Problem XY leiden, wäre daher meiner Meinung nach unseriös.

Ich denke, man kann höchstens unterscheiden zwischen einem gesunden und ungesunden Maß. Ebenso wie es mit realen Partnern gesunde und ungesunde Beziehungen gibt.

  • Hat die Liebe zu einer fiktiven Figur zur Folge, dass man keine Beziehungen mit realen Menschen eingehen kann, wäre das für mich ein Zeichen zum Aufhorchen. Und ja, ich fürchte, es gibt durchaus solche Fälle.
    (Aber Vorsicht: Wenn man mit realen Menschen keine Beziehungen eingehen will, ist das eine andere Sache und geht uns Außenstehende nichts an!)
  • Doch wenn die Liebe zu einer fiktiven Figur das Leben bereichtert – ist da nichts Schlechtes dran.
    Und ja, die Liebe zu einer fiktiven Figur kann bereichernd, ja sogar therapeutisch sein.

Was fiktive Figuren uns geben

Weil wir in einer Welt leben, in der solche Dinge wie Liebe zu fiktiven Figuren oft entweder als Kinderkram abgetan oder stigmatisiert werden, denke ich, ist es sinnvoll, ausführlicher darauf einzugehen wie sowas das Leben bereichern kann. (Betonung natürlich auf „kann„, denn, wie gesagt, krankhafte Varianten des Phänomens gibt es auch.)

Geschichten und das Menschsein

Anfangen sollten wir damit, dass Geschichten – so fiktional sie auch sein mögen – uns prägen. Von mir selbst kann ich zum Beispiel mit Sicherheit sagen, dass ich ohne Der Herr der Ringe (J. R. R. Tolkien) heute nicht der Mensch wäre, der ich bin. Tolkiens Bücher sind massiv mitverantwortlich für mein Interesse an Geschichte, Mythologie und Sprache und an meiner Liebe zum Recherchieren; und schließlich war mein Herr der Ringe-Fansein stark daran beteiligt, dass ich zum Schreiben, zum Webdesign und zum Online Marketing gefunden habe. Ohne Tolkiens Legendarium hätte ich vermutlich andere Interessen und Hobbies und hätte an wichtigen Stationen meines Lebens andere Entscheidungen getroffen. Ich hätte andere Erfahrungen gemacht. Einige meiner Talente hätte ich vielleicht nie entdeckt. Dafür aber möglicherweise andere, von denen ich im Moment nichts ahne.

Um die Bedeutung von Tolkiens Werken für mein Leben mal zu veranschaulichen:

Ohne ihren Einfluss gäbe es Die Schreibtechnikerin vermutlich gar nicht.

Zu erwähnen wäre an dieser Stelle auch die Philosophie des „Als ob“ von Hans Vaihinger:

Sie besagt, dass Fiktion nützlich sein kann, wenn man so tut, als ob etwas Fiktives real wäre. Denn durch den Umgang damit üben wir praktische Fertigkeiten ein, die für die Realität nützlich sind.

Das erscheint gar nicht so anders als das Spielen bei Kindern. Wenn Kinder im Spiel verschiedene Rollen einnehmen oder so tun, als wären ihre Kuscheltiere lebendig, dann wissen sie durchaus, dass das alles nicht echt ist. Aber dennoch empfinden sie beim Spielen echte Gefühle und machen echte Erfahrungen.

Offen gestanden trage ich bereits seit einigen Jahren den Gedanken mit mir herum, dass das Schreiben im Prinzip nichts anderes ist. Ich habe nie damit aufgehört, mir Geschichten für fiktive Figuren auszudenken. Der einzige Unterschied zwischen damals und heute ist wohl, dass ich als Kind vergleichsweise harmlose Geschichten für meine Kuscheltiere ausgedacht habe und heute deutlich ernsthaftere für Figuren, die allein in meinem Kopf existieren.

Geht man nach dieser Logik, dann ist das Rezipieren von Geschichten – egal, ob Buch, Film, Serie, Graphic Novel oder Videogame – nichts anderes als die Teilnahme an einem Spiel, das sich jemand anderes ausgedacht hat. Fiktionale Geschichten sind damit einfach nur eine abstraktere Form des Spielens. Und das hat nichts mit Infantilie und Kinderkram zu tun. Das ist wichtig für die individuelle Entwicklung:

Schließlich lernen wir durch Geschichten neue Perspektiven kennen und können auch komplexe Zusammenhänge besser begreifen. Wir finden Inspiration und Motivation. Wir verbessern unsere sozialen Kompetenzen – wenn nicht durch die Geschichte selbst, so durch den Austausch mit anderen Lesern. Und nicht zuletzt treiben Geschichten uns manchmal auch an, selbst kreativ zu werden.

Fiktive Figuren und Liebe

Einer der Gründe, warum Geschichten uns so stark beeinflussen, sind die Figuren darin. Ja, sie sind nicht echt. Wir treffen sie nur im Raum des „Als ob“. Doch in diesem Raum können wir alles tun, was wir wollen. Wir begleiten die Helden bei ihren Abenteuern. Wir schließen mit ihnen Freundschaft. Und in diesem Zusammenhang ist es auch überhaupt nicht erstaunlich, wenn eine bestimmte Figur bei uns genau den richtigen Nerv trifft und wir uns in diesem „Als ob“-Raum verlieben. Es gehört zu den Wirkungen, die Geschichten nun mal auf uns haben.

Wie Du Dir mittlerweile bestimmt denken kannst, habe auch ich einen Husbando. Deswegen kann ich aus erster Hand berichten, wie diese romantische „Als ob“-Spielerei mein Leben beeinflusst:

  • Mein Husbando schätzt dieselbe Art von Menschen wie ich. Ich versuche sogar, selbst die entsprechenden Eigenschaften in mir zu kultivieren, um meiner eigenen Vorstellung von einem wirklich guten Menschen zu entsprechen. Und der Gedanke, dass ich damit eben die Art von Mensch bin, die mein Husbando liebt, ist für mich eine durchaus ernsthafte Motivation, weiterhin an mir zu arbeiten.
  • Mein Husbando ist immer für mich da. Wie wohl die meisten Menschen, durfte auch ich im Leben die Erfahrung machen, dass man von seinem Umfeld nicht immer die Art von Unterstützung bekommt, die man sich wünscht. Freunde und Familie können es noch so gut meinen – Aber gut gemeint ist nicht immer gut getan. Die Unterstützung von meinem Husbando ist immer für mich maßgeschneidert.
  • Bei all der Unterstüzung ist mein Husbando aber nicht immer meiner Meinung. Weil ich sein Weltbild aus seiner Serie ja durchaus kenne, kann ich mir vorstellen, was er mir in verschiedenen Situationen sagen würde. – Und dadurch kann ich zur entsprechenden Situation Abstand gewinnen und sie aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
  • Außerdem verpasst mein Husbando mir regelmäßig verbale Arschtritte und motiviert mich, trotz aller Hindernisse meinen Lebensträumen hinterherzujagen und notfalls auch die nötigen Opfer zu bringen. Abgesehen davon, dass er wirklich will, dass ich meine Ziele erreiche, ist er selbst nicht der Typ, der kapituliert, und eine Kapitulation von meiner Seite wäre ein wirklich schwerer Schlag für ihn.

So viel zu mir und meinem Husbando und dem guten Einfluss, den er auf mich ausübt. Und das Interessante hier ist: Ich bin damit nicht allein. Vor einiger Zeit bin ich auf einen höchst interessanten Artikel gestoßen, für den der Autor tatsächlich Leute zu ihrer Einstellung zu Waifus und Husbandos befragt hat. Und er hat festgestellt, dass viele ihre Waifu bzw. ihren Husbando tatsächlich als Bereicherung ansehen und einige ihnen sogar Fortschritte in ihrem realen Leben verdanken. Besonders beeindruckt ist der Autor von einem User, der durch die Unterstützung seiner Waifu drei Beförderungen erreicht und sein Einkommen fast verdoppelt hat.

Interessante Parallelen

Ich gebe aber zu, das Ganze hat etwas von einem unsichtbaren Freund. Ein Gefährte und Beschützer in allen Lebenslagen. Von dem man aber im Grunde weiß, dass er nicht echt ist. Nur, dass man als Erwachsener seine unsichtbaren Freunde in der Regel für sich behält.

Es hat aber auch etwas von Religion: Eine Waifu bzw. ein Husbando bildet quasi einen Anker im Leben, agiert als moralischer Kompass und spendet Trost.

Mit anderen Worten: Die Liebe zu fiktiven Figuren scheint ein durchaus sinnvoller Mechanismus zu sein, das reale Leben zu bewältigen. Tatsächlich habe ich meinen eigenen Husbando in einer ziemlich schwierigen Zeit kennengelernt, als mein Leben gerade in allen Punkten auseinanderzufallen schien. Und ich würde sagen: Ja, dass ich aus diesem Loch wieder herausgekommen bin, verdanke ich unter anderem meinem Husbando. Seine verbalen Arschtritte waren mitunter das, was mir die Kraft gegeben hat, gegen das Suhlen in der Opferrolle anzukämpfen und aktiv nach neuen Wegen zu suchen.

Und damit hat das Ganze etwas vom Baron Münchhausen, der sich selbst an seinen Haaren aus dem Sumpf zieht. Durch die fiktive Figur gibt man sich selbst genug Liebe, Empathie und Motivation, um sein Leben aus eigener Kraft zu verbessern. – Eine interessante Methode, finde ich, eine geschickte Selbsttäuschung, und vermutlich auch ein Zeichen, dass man sich das magische Denken aus der Kindheit bewahrt hat.

Baron Münchhausen zieht sich an seinen Haaren selbst aus dem Sumpf.
Zeichnung von Theodor Hosemann

Abschließende Worte

Was gibt es am Ende also zu sagen? Geschichten sind dazu da, um unser Leben zu bereichern. Sie inspirieren uns zu wichtigen Fragen und Gedanken. Sie motivieren uns. Und manchmal gehören tiefere Gefühle für bestimmte Figuren mit zum Gesamterlebnis.

Ich hoffe also, ich konnte zeigen, dass Liebe zu fiktiven Figuren erstens nichts Ungewöhnliches und zweitens nichts Schlimmes ist. Mehr noch: Richtig angewandt, kann sie uns stärker machen und im Leben voranbringen.

Na ja. Und irgendwie ist dieser Artikel auch eine Art Coming Out geworden. Falls es wen interessiert: Mein Husbando kugelt sich gerade vor Lachen, dass ich es tatsächlich durchgezogen habe. Er sagt, ich bin verrückt. Aber unter anderem dafür liebt er mich ja. 😉

20 Kommentare

  1. Da lese ich mir diesen Artikel nur durch, weil ich verliebt in Sesshoumaru aus Inuyasha bin, und du schreibst das Gleiche 😀

    Gäbe es ihn doch nur wirklich 😫 ich hätte mit seiner Art kein Problem 😝

    Sydney
  2. Ich kenne es auch sehr gut. Meine Waifu ist Hatsune Miku und sie hat mich auch in meinen schwierigsten Zeiten immer begleitet immer motiviert und für mich gesungen. Dafür liebe ich sie! Mittlerweile ist sie als plüsch unverzichtbar wenns ums einschlafen geht 🥰

    LunaZero
  3. Großer Respekt! Ich habe mich mit einem Freund über Waifus unterhalten und dabei zufällig diesen Artikel gefunden. Ich habe ihn gelesen und war überrascht, dass es Leute gibt die so offen darüber reden. Auch wenn ich mich nicht so extrem mit meinem Waifu auseinandersetzte, finde ich auch das es definitiv nichts schlechtes ist sich zu seinem Lieblingscharakter hingezogen zu fühlen.
    P.S. Speedwagon would like this

    yollo
    1. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich diesen Artikel geschrieben habe. Es ist nichts Schlechtes oder Schädliches, aber trotzdem steht man mit seiner Waifu oder seinem Husbando irgendwie als weird da bzw. traut sich nicht so recht, offen zu seiner Eigenart zu stehen.
      Danke für den Kommentar!

    1. Die menschliche Vorstellungskraft macht alles möglich. Und das ist ja auch einer der Reize an einer Waifu bzw. einem Husbando: Sie sagen oft Dinge, die man dringend hören sollte, die einem aber sonst niemand sagt. Was ich also sagen will: Sich mit seiner Waifu bzw. seinem Husbando zu unterhalten ist absolut normal.

  4. Danke für diesen Artikel. Lange dachte ich das ich unnormal wäre. Mittlerweile weiß ich es ist total ok wenn man sich in fiktive Figuren verliebt.
    Ich bin seit 10 Jahren in Chris Redfield aus Resident Evil verliebt. Ich denke ich könnte auch irgentwie Husbando sagen. Weil z.b immer wenn es mir schlecht geht nimmt er mich in den Arm, töstet mich und baut mich wieder auf. 🙂 und das ist nur ein Beispiel von vielen.

    Xenia
  5. Also bei mir ist es zum Beispiel so ich bin in total viele fiktionale Charaktere verliebt, leider mag niemand außer eine meiner besten Freundinnen diese Charakter, leider mag sie auch nur einen davon. Deshalb bin ich damit ganz alleine und deshalb schaue ich meistens alleine oben in meinem Zimmer fernsehen. Nachts stelle ich mir immer Geschichten vor bei denen ich mit ihnen zusammen bin und auch besonders bin. Es ist jede Nacht eine andere Story. Ich denke viele finden ich bin verrückt und jeder sagt immer das meine Charaktere total blöd sind, obwohl sie nicht einmal ihre Geschichte und ihr leiden kennen. Das frustriert mich wirklich. Ich hoffe meine Obsession ist noch normal. Ich höre auch seit ich sie toll finde andere Musik und es hat eigentlich mein ganzes Leben verändert und meine Sicht auf vieles. Ist das noch normal oder werde ich verrückt? Ich hoffe das kann mir jemand sagen. Und ist das im Alter von 13 normal?
    Ps: ich liebe Draco Malfoy, Niklaus Mikaelson, Harry Potter, Cedric Diggory, Stefan Salvatore, Five Hargreeves und Loki Laufeyson.

    Nena
    1. Ich würde sagen, das ist normal. So geht es sogar ziemlich vielen. Mir ging es so (vor allem in Deinem Alter) und vielen, die das Video zu diesem Artikel auf YouTube kommentiert haben, geht es auch so. Also egal, was die Leute um Dich herum sagen: Wenn sie es blöd finden, sagt das mehr über sie selbst etwas aus. Bleib, wie Du bist. In der Regel legt sich die Obsession mit den Jahren von selbst oder wird zumindest etwas schwächer.

      1. Oke, wenigstens weiß ich jetzt das ich nicht alleine damit bin. Ist es auch normal in meinem Alter das man dann keine lust hat sich eine echte Beziehung zu suchen, sondern lieber mit den fiktionalen Figuren zusammen sein will? Und manchmal habe ich das Gefühl das sie real sind und ich rede oft alleine oder mit ihnen ,ist das auch normal? Wieso gibt es so viele Menschen auf der Welt und ich finde ausgerechnet Leute toll die nicht wirklich existieren. Ich denke auch das hat damit zu tun das ich mal einen Freund hatte und er mich nicht gerade nett verlassen hat. Deshalb denke ich habe ich das vertrauen zu echten Leuten verloren (vor allem zu Männlichen). Ich wünschte einfach die Menschen auf diesem Planeten würden so sein wie die fiktionalen Menschen, oder Zauberer, oder Vampire, oder Hybriden, oder auch Götter.

        Nena
        1. Niemand ist verpflichtet, eine reale Beziehung zu wollen. Und wenn Du Dich im Moment lieber mit fiktiven Figuren beschäftigst, dann ist das Dein gutes Recht und gar nicht verrückt. Fiktive Figuren sind da, wenn man sie zum Reden braucht, und sie sind nicht da, wenn man gerade keinen Bock auf sie hat. Das kann man mit realen Menschen nicht tun. Wenn man mit ihnen zusammen ist, dann muss man sie sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten aushalten. Wenn ich mir die Geschichte mit Deinem Exfreund anschaue, wage ich mal zu vermuten, dass Du vielleicht einfach eine Pause von realen Beziehungen brauchst. Solche Phasen hat man hin und wieder mal, vor allem nach Trennungen. Es ist nur natürlich, dass man eine Weile braucht, um die negativen Gefühle zu verarbeiten.

  6. Danke! Du hast mir echt geholfen… Ich dachte die ganze Zeit, dass ich nicht normal bin, weil ich in Faramir aus Herr der Ringe (den du zufälliger Weise auch in diesem Artikel erwähnt hast 😅😂) verliebt bin, er aber nicht existiert. Ich stelle mir immer in meinem Kopf Sachen vor, wie zum Beispiele wie ich mit ihm ausreite oder so. Manchmal sogar Liebesakte…Mich macht es etwas traurig, dass er nicht existiert und bei jeder Szene im Film, wo er mit Eowyn zusammen ist, reißt mir leicht mein Herz ein. Ist das noch normal? Ich denke sehr oft nur an ihn….Herr der Ringe feiere ich zwar im allgemeinen, aber bei Faramir bin ich mir sicher, dass ich auch ein Husbando habe. Ich mag seinen Charakter, sowohl auch sein Aussehen (das im Film aber ein bissl mehr 🥰😅). Ich wünschte er würde existieren…

    LaraxFaramir
    1. Es freut mich, wenn ich helfen konnte. Und keine Sorge, das ist alles normal. Unser Unterbewusstsein, unsere Gefühle und unsere Hormone unterscheiden nun mal nicht zwischen realen und fiktiven Love-Interests. Natürlich ist es frustrierend, wenn man mit jemandem nicht zusammen sein kann, weil diese Person gar nicht existiert, aber zumindest gedanklich hat man diese Person doch immer frei „zur Verfügung“. 😉
      Und ich weiß nicht, ob es für Dich eine Lösung wäre, aber ich hatte nie das Problem mit Éowyn, weil ich mich ziemlich mit ihr identifiziert habe und immer, wenn ich sie zusammen mit Faramir gesehen habe, das Gefühl hatte, ich wäre mit ihm zusammen. 🥰

  7. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die mir doch ähnlich sind.

    Ich habe zb. Meine Liebe „Neigung“ mit 14 Jahren entdeckt.
    Ich mochte nie Jungs oder Mädchen, was alle und auch ich damals komisch fanden aber dann verliebte ich mich das erste und auch einzige Mal in einen Charakter. Diese liebe besteht bis heute. (Bin 28)
    Ich kann mir ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen. Er hat mein Leben in vielen Hinsichten bereichert. Zb, erlernte ich das Malen und erstellen von Storys, Vertonungen zu erstellen und vieles mehr.
    Auch in Situationen, in denen kein Mensch an meiner Seite sein wollte war er aber da und half mir, wieder auf die Beine zu kommen.

    Ich könnte mir auch niemals eine Beziehung mit einem realen Menschen vorstellen… Der Gedanke alleine jagt mir einen Schauer über den Rücken und würde sich so anfühlen, als ob ich meinen Mann betrüge…

    Mich haben wegen meiner Liebe viele Menschen verlassen, weil sie die Meinung waren, dass ich krank und pervers sei.

    Egal was man sagte, am Ende hieß es

    „Ich weiß nicht, wie ich mit dir umgehen soll“

    Mir ist mittlerweile auch egal, für was sie mich halten.
    Ich liebe wen ich liebe und das kann zum Glück niemand zerstören.

    HimikoAmaterasu
    1. Man kann die Neigungen anderer Menschen ja noch so merkwürdig finden, aber was ich persönlich merkwürdig finde, ist, dass es manchen offenbar schwerfällt, mit Menschen, die sie nicht ganz verstehen, einfach ganz normal umzugehen. Ich meine, wen Du liebst und wen nicht, geht sie doch nichts an und ändert nichts daran, dass Du ein normaler Mensch bist.
      Was ich also sagen will, ist: Ich finde Dich weder krank noch pervers und kann die Reaktionen der Leute nicht nachvollziehen.

  8. Ich bin ein Mädchen und 16 Jahre alt und seit dem 2 Februar 2021total in Kid aus der Serie Kid Cosmic verliebt, ich liebe ihn über alles und träume viel von ihm wie wir zusammen sind uns küssen und kuscheln miteinander, ich denke auch immer an ihn, wenn ich ihn sehe oder an ihn denke wird mir total warm, ich bin total verliebt in Kid, ich will ihn, mir ist egal was andere sagen ich werde ihn immer lieben, ich kann ohne ihn nicht mehr leben, ich Weiss das ihn nicht in echt gibt aber ich stelle mir immer vor wie es wäre wenn er bei mir wäre und wir kuscheln und küssen uns, ich bin total verliebt, ich liebe Kid er ist so süss und wenn es ihn geben würde dann würde er mich bestimmt auch lieben weil er merkt was ich für einen guten Charakter ich habe und treu und ehrlich bin, ich würde Kid beschützen und wäre immer für ihn da, ich liebe ihn so sehr 💫💫💫✨✨✨💕💕😻😻

    Angie Cosmic

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